Montag, 18. August 2008

Suedafrika - Durban, Northern Drakensberg

Hi there!

Heute sind wir in Jo'burg (Johannesburg, wer haetts gedacht *lol*) angekommen und haben nach einer warmen Dusche ein bisschen Zeit euch von unseren letzten Tagen zu erzaehlen.

Nachdem wir in Durban im Happy Hippo Backpacker spaet abends angekommen waren war nach ner warmen Dusche und 'nem Essen nix mehr mit uns anzufangen.
Am naechsten Morgen war erstmal ausschlafen angesagt, und anschliessend machten wir uns auf unsere erste Erkundungstour. Nach einem ziemlich langen Umweg erreichten wir das uShaka Marine World, eine Art Waterfront direkt am Hauptstrand von Durban. Das uShaka besteht aus Surf- und Souvenirshops, Klamottenlaeden, Restaurants und Eisdielen, sowie einem Vergnuegungspark und einem Aquarium. Im Zentrum befindet sich ein altes Wrack in dessen Heck sich ein Restaurant mit integriertem Haiaquarium befindet. Sowas sollt' es in Deutschland auch geben!


uShaka Marineworld

Spaeter begaben wir uns auf die Suche nach dem naechsten Kino. Wir drangen immer tiefer ins Strassengewirr vor und die Gegend um uns herum wurde uns immer suspekter. Es dauarte nicht lange, da waren wir die einzigsten Weissen auf der Strasse und neugierige Blicke schienen uns auf Schritt und tritt zu verfolgen. Die Strassennamen tauchten ploetzlich auf unserer Karte (in die wir moeglichst unauffaellig hineinspaehten) nicht mehr auf und die Situation fuehlte sich zunehmend unangenehmer an. Irgendwann wurde es uns doch zu gefaehrlich und wir traten den Rueckzug an. Noch schnell eingekauft und am Strand zurueck in unser supergeraeumiges Hostel.

Blubb, blubb, blub... Das war wohl was die Lui am naechsten Tag erwartete. Tauchen stand auf dem Programm! Waehrend ich also in Ruhe ausschlief und mich auf einen superentspannten Tag im Bett mit Entourage bis zum abwinken vorbereitete, schluepfte die Lui am hellen Morgen in ihren Wetsuit um die Meere um Durban unsicher zu machen. Mit 5 Mann war das Dinghy dann abfahrtbereit und die Fusschlaufen am Boden sollten nichts gutes verheissen. Welle um Welle kaempfte sich das kleine Boot vorwaerts, waehrend die Besatzung einen wilden Ritt erlebte.
Mitten auf dem Meer platschten die vier Taucher dann ins Wasser und begannen ihre Unterwassersafari. Rochen, Crayfish, Moraenen, Koffer- und Trompetenfische, ein wunderschoener Lionfish und viele mehr tauchten in der Tiefe auf und nach einer Weile machte unsere Wassernixe die charakteristische Silouette eines Hais aus! Das possierliche Tierchen gehoerte zu den Ragged Tooth Sharks, deren Zaehne in unglaublich haesslicher Weise aus dem Maul stehen. Ihr koennt euch bestimmt vorstellen wie unsere Lui da wohl reagiert hat...

Als nach ein paar Stunden ein Klopfen an meiner Zimmertuer das Ende meiner Rumgammelphase verhiess, quaelte ich mich aus dem Bett...


"The Prince" Filmdreh

Lui brauchte aber dann nicht lang um mich auf volle Touren zu bringen (jetzt bitte nix zweideutiges reininterpretieren!). Sie erzaehlte mir (neben den ganzen Haistories) dass ein indisches Filmteam gerade am uShaka einen Hollywood-Actionfilm ("the Prince") dreht. So richtig mit Maschinengewehr, heissen Braeuten, Booten, viel Renner- und Schiesserei und allem was dazu gehoert. Hell Yeah! So schnell war ich glaub ich noch nie aus'm Bett!

Also ab zum uShaka und bei den Dreharbeiten zugeschaut, Cool! Anschliessend ging's zum Victoria Market zum Souvenirshopobergau. Wir kauften die wohl groesste Tasche der Welt und fuellten sie mit lauter Zeugs (ach nee...), Shoppingspree! Zum Abschluss ging's dann mit dem Taxi ins...

Kino!
(X-Files, ned unbedingt n super Film jetzt, aber der einzigste den wir noch nicht geseh'n hatten).

Nach Durban fuhren wir mit dem BaZ-Bus weiter Richtung Johannesburg. Auf halber Strecke machten wir fuer zwei Naechte Halt im Northern Drakensberg, dem Tor zu Lesotho. Das Hostel war eigentlich ganz cool und unser kleines Zimmer mit Stockbett eigentlich ganz gemuehtlich. Die Landschaft um uns herum wurde in ein beeindruckendes abendliches Licht getaucht und wir fuehlten uns gleich wohl.


Natal Nationalpark

Um unsere mueden Knochen noch ein bisschen zu beanspruchen, begaben wir uns am naehsten Morgen gemeinsam mit 20 anderen auf den Weg in die Berge. Da unser Hostel schon auf ueber 2000 Metern gelegen war, beeindruckten uns die Berge zunaechst nicht, was sich aber endgueltig aenderte als wir 3 Stunden spaeter zwischen zwei Gipfeln eingekeilt den steilen Aufstieg auf 3120 Meter bewaelltigten. Wirklich kraefteraubend, aber eindeutig eine super Erfahrung, nur getoppt von dem Gefuehl am Ende am Gipfel zu stehen und auf die grandiose Szenerie hinunter zu blicken.


Amphitheatre

Wir wanderten weiter bis wir am zweithoechsten Wasserfall der Welt (ein Drop von ueber 900 Metern!) anlangten. Von beeindruckt sein keine Spur, denn aehnlich wie in Thailand war aufgrund der Wasserknappheit ausser einem kleinen Rinnsal nichts zu sehen war. Beruehrt hat uns eher der Fakt, dass drei Wochen zuvor ein Schulkind von der Kante in den Tod getuerzt war. Nicht unbedingt etwas was man auf so einem Trip hoeren moechte.



Heute sind wir dann vollends nach Johannesburg gefahren wo wir die Nacht im Mbizi Backpackers verbringen werden bevor wir morgen um 7 Uhr zu unserer Safari im Kruger Nationalpark aufbrechen.

Nur noch wenige Tage und wir sind wieder da!

C Ya soon!

Mittwoch, 13. August 2008

Suedafrika - Kapstadt, Hermanus, Storms River, Port Elizabeth, Coffee Bay

Halloele!

Jetzt wo wir ein bisschen Zeit haben, schreiben wir euch was es so neues von unserer Reise zu erzaehlen gibt (Ja wir wissen dass der letzte Bericht ewig her is!).

Am Samstag wurden wir von strahlendem Sonnenschein begruesst und ein wolkenloser Himmel gab den Blick auf den beeindruckenden Tafelberg frei. Mit ueber 1000 Metern steht die kleine Gebirgskette, unter Einheimischen als der Loewe bekannt, ueber Kapstadt.


Blick auf Kapstadt vom Boot aus

Nachdem wir unsere Gastgeberin Tonia verlassen hatten und uns in der "Backpacker-Strasse" Longstreet ein nettes Plaetzchen fuer die Nacht organisiert hatten, bestiegen wir am Hafen ein Schiff das uns nach Robben-Island, dem Alcatraz Suedafrikas, brachte. In dem ehemaligen Hochsicherheitsgefaengnis waren zu Zeiten der Apartheid (Rassentrennung) farbige Schwerverbrecher und politische Gefangene (wie z.B. Nelson Mandela!) untergebracht. Ein ehemaliger Gefangener, der gemeinsam mit den letzten Haeftlingen 1991 das Gefaengnis endlich verlassen konnte, fuehrte uns durch die Zellenbloecke und erklaerte uns wie der Gefaengnisalltag aussah und unter welchen Umstaenden ihr grosser Fuehrer Nelson Mandela seine jahrelange Haft verbrachte.


Ein Ex-Straefling fuehrt uns ueber Robben-Island

Rechtzeitig zum Abendessen brachte uns das Boot zurueck an die Waterfront, wo wir uns mit Tonia zu einem "echten" deutschen Essen im Paulaner Brauhaus trafen. Noch nie hat ein Weizen derart gut geschmeckt und die Schbaedzle mid Sohs machten uns immense Vorfreude auf Deutschland!


Nelson Mandelas Zelle auf Robben-Island

Tags darauf besuchten wir das Nationalmuseum mit seinen Ausstellungen ueber Afrikanische Kultur, Geologie und das reichhaltige Tiergewusel. Zum Abschluss liessen wir uns im Planetarium den naechtlichen Sternenhimmel auf der Suedhalbkugel erklaeren und weil wir davon nicht muede wurden gings mal wieder ins.... genau! Kino! Diesesmal stand der neueste Pixar-Film auf dem Programm: wall.e . Ich denke jeder hat schon die Vorschau gesehen und was soll ich sagen, ein wunderbarer Film, auch wenn er meiner Meinung nach noch etwas kritischer haette sein duerfen.

Der naechste Morgen begann, wie uns empfohlen wurde, mit einem reichaltigen Fruehstueck. Wozu das? Naja, bei vier Weinguetern und etlichen zu testenden Weinsorten war es vielleicht wirklich ratsam etwas vorzubauen.


Weinproduktion in Suedafrika

Gemeinsam mit einem spanischen Paar gings ab zum ersten Weingut, wo Ziegen in Tuermen wohnen und wir in die grosse Kunst des Weintastings eingefuehrt wurden. Zum Glueck fuer die Lui gabs auch ordentlich viel guten Kaese zu testen und mit unseren "official taster"-Buttons gingen wir dann auch mit Elan an die Sache ran.
Nach dem dritten Weingut und der keine Ahnung wie vielten Flasche Wein oder Brandy, hatte ich so um die Mittagszeit schon ordentlich rote Baeckchen...
Nach dem Mittagessen stand noch ein letztes Weingut an, wo uns (bzw. mir) die Puffbrause dann den Rest gab. Waehrend ich den ganzen Tag Wein durch meine Zaehne drueckte machte die Lui Notizen von meinen superfachmaennischen Kommentaren. Ich denke wir hatten eine Menge Spass!


der harte Kritiker verteilt Punkte (seh ich doppelt, oder sind das Doppelpunkte?)

Am Dienstag bummelten wir ueber den nahen Kunstmarkt mit reichlich afrikanischem Souvenirzeugs und besuchten anschliessend das District Six Museum. Der sechste Bezirk war ein lebhafter Strassenzug dessen Bewohner eines Tages von dort einfach vertrieben (oder getrieben) wurden um Platz fuer eine weisse Siedlung zu schaffen.
Das Museum erzaehlt mit fantastischen Fotografien, Zeitungsausschnitten und Tonaufnahmen die teils tragischen Geschichten der ehemaligen Bewohner.

Abends brachten wir uns mit einem erneuten Kinobesuch (japp, ich glaube wir sind Addicts) auf andere Gedanken. Keine Kunst bei Adam Sandler und seinem genial gespielten "Zohan", mit dem sich niemand anlegt!

Heute, bzw. gestern, je nachdem wann ich den Beitrag online stell, fuhren wir mit dem BAZ Bus (der uns auch schon ans Kap der guten Hoffnung gebracht hat) nach Hermanus. Hauptstadt (oder eher Oertchen) der Wale. In Hermanus finden sich jeden Winter (also jetzt, scho bissl komisch...) unzaehlige Wale ein (hauptsaechlich Southern Right Whales). Nachdem sie sich in der Antarktis mit Krill vollgestopft haben machen sich die beeindruckenden Tiere auf an die Kueste Suedafrikas wo sie dann ihre Babywale auf die Welt bringen und in den Buchten rings um Hermanus herumlungern.
Unser Backpacker ist genial! Die Leutchen alle supereasy, Bar, Pool und Billiardtisch. Grosse Kueche, bunte Farben, alles ganz gemuetlich, subbr!


Eine schlechte Landschaftsaufnahme,oder unser einzigstes Walbild?

Bei einem kleinen Spaziergang am Kliff konntenm wir ein paar der Wale in der Bucht duempeln sehen. Witzig wie sich die bis zu 15 Meter lang werdenden Tiere geradezu im Wasser raekeln. On Top gab's noch einige Dassies zu beobachten, die zwischen den Felsen ein Sonnenbad nahmen.


Da, sieh! Ein Dassie!

Von Hermanus ging's dann am naechten Tag nach Storms-River wo wir in einem der coolsten Backpacker unserer ganzen Reise uebernachteten. Nahe bei Storms-River befindet sich der hoechste Bungee-Jump der Welt woman sich von einer Bruecke 216 Meter tief in den Abgrund stuerzen kann, wenn man verrueckt genug ist...


cozy Dijembe-Backpacker-Lodge

In Port Elizabeth schliefen wir zwei Naechte im Jikileza, wo Mike (knapp 60, faehrt nen orangenen Mini und redet wie ein Wasserfall) uns ALLES ueber die Gegend erzaehlte (und Alles ueber sein Auto, Gott und die Welt).
Wir bummelten am Boardwalk (sowas wie die V&A Waterfront) entlang, waren im...

...Kino (Mummy 3)...

...haben gut gegessen und einige Supplies eingekauft. Wir sind mit dem Bus ne kleine Runde durch die Stadt gefahren (Thanx Ben!) und hoerten einem Gospelchor bei seinen Lobpreisungen auf der Strasse zu. Port Elizabeth ist defnitiv schoener als man sagt!


Nationalpark bei Storms River

Unsere Reise durchs wilde Afrika brachte uns immer naeher an die Ostkueste, wo wir uns fuer zwei Naechte in Coffee-Bay einquartierten. Den Namen hat das abgelegene Staedchen nicht von irendwelchen Kaffeeplantagen, sndern wie ich vermute eher von den hollaendischen Coffeeshops, den Ganja (Gras) wird hier an jeder Ecke geraucht und die Dorfbewohner versuchen sich mit dem Verkauf von Joints an Backpacker ein bisschen Geld dazuzuverdienen. Am Abend versammeltesich die gesamte Lodge und jeder unserer Gruppe (ca. 20 Leutchen !) klemmte sich eine Buschtrommel zwischen die Beine. Unter Anleitung lernten wir unsere ersten Rythmen, was am Ende in einer nahezu ektsatischen Gruppentrommelei und anschliessend kollektiven, wunden Fingern ausartete.


Rundhuette in der aermsten Region Suedafrikas

Der naechste Tag stand ganz im Zeichen der Entspannung (ohne was zu rauchen!). Wir bummelten am Strand entlang (von Schulkindern verfolgt), lasen einige Seiten und fuehrten angenehme Unterhaltungen bei einer Tassensuppe. Abends sahen wir eine Auffuehrung traditioneller Taenze von barbusigen Eingbohrenenfrauen in Bastroeckchen (kein Scheiss!). Nur bloed dass ich meine Brille ned auf hatte und's ziemlich dunkel war...
Danach regten ein paar Dorfkinder unsere (naja wohl eher Luis) Tanzbeine mit ihrer wilden Trommelei ziemlich an, cool! Bevor wir spaet ins Bett fielen, half ich unserem Trommelelehrer bei seinen Hausaufaben (nachdem er mir seine vom Rohrstock wunden Haende gezeigt hatte, ja, hier herrschen noch teils ziemlich veraltete Sitten...). Mathe stand auf dem Programm (9. Klasse) und ich dachte schon es kommt irgendwas anspruchsvolles, wurde aber dann von konstanten Funktionen derart ueerrascht, dass ich wirklich 2 Minuten nachdenken musste, wo der Haken bei y=2 ist. Jaja, so ist er halt der "gebildete" Europaeer...


Trommelsession in Coffee-Bay (Bomvu-Backpacker)

Vor unserer Abreise am naechsten Morgen, besuchten wir noch eine Trommelwerkstatt, wo ich von gut angekifften Afrikanern ein nettes Troemmelchen kaufte und wir uns in der Huette nebenan zwei verwaschene T-Shirts mit echt afrikanischen "Afritude"-Designs pimpten (zu deutsch wir liessen die T-Shirts bedrucken, alles von Hand in echt cooler Atmosphaere, subbr!).

Gruessle aus Suedafrika!

Montag, 11. August 2008

Suedafrika - Eilmeldung!

Naja, so eilig isses au ned, wir wollten euch nur kurz wissen lassen, dass wir noch leben und unseren neuen Beitrag sofort online stellen wenn wir ein schnelleres Internet (sind grad mitten im afrikanischen Busch) auftreiben koennen und der Server unserer Seite wieder zuverlaessig laeuft!

Bis dahin (dauert vielleicht noch 2 Tage), vergesst uns ned 8-)

187days - Weltreise-Blog

mit Lui und Michi um den Globus reisen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Da hast du absolut recht....
Da hast du absolut recht. Es gibt wirklich günstige...
girico - 24. Aug, 14:07
Deutschland - Reichenbach
Ein herzliches Wilkommen an alle die neu auf unserer...
drTaz - 15. Jul, 14:03
Deutschland - München
Hallöle! Ja ich weiss is schon etwas her, aber trotzdem...
drTaz - 19. Jan, 14:34
Suedafrika - Johannesburg,...
Hi zum erstmal letzten Bericht, denn wir sind mittlerweile...
drTaz - 19. Jan, 14:25
Suedafrika - Kapstadt,...
Halloele! Jetzt wo wir ein bisschen Zeit haben, schreiben...
drTaz - 19. Jan, 14:19

Bigscreen Expieriences Part II

Suche

 

Status

Online seit 6745 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24. Aug, 14:07

Besucher