Freitag, 3. Oktober 2008

Deutschland - München

Hallöle!

Ja ich weiss is schon etwas her, aber trotzdem wollen wir euch an unserem München-Erlebnis teilhaben lassen. Ein paar von euch haben unseren Fernseh-/ Internetauftritt ja verfolgt und wenn's ein bisschen nach Chaos aussah, dann lasst euch sagen, das war's au!

Los, ging's schon am hellen Morgen. Ich also im Auto unterwegs um die Lui abzuholen, eh schon spät dran (ihr kennt mich ja), fahr' ich also so über den Ziegelhof und denk mir noch, bei meinem Glück is da bestimmt der Weg versperrt... Naja, ich bin halt 'n Glückskind. Steht da doch tatsächlich n Heizöllaster mitten auf der Strasse. Da wär nur noch KITT mit seinem Turboboost drüber gekommen, und da mein Auto zwar schwarz ist, leider aber nicht mit mir spricht, musste ich also den ganzen Weg zurück und mit nem riesen Umweg nach Hochdorf gurken. DIe Zeit wird langsam knapp, ergo war's noch n sehr schnelles Frühstück am Zinsser'schen Wohnzimmertisch und ab nach Plochingen.
Die Parkplatzsuche resultierte in einem kostenlosen Strassenrandparkplätzchen welches dummerweise beim Holz-Metzger im Plochinger Industriegebiet lag und wir deswegen im Dauerlauf zum Bahnhof galoppierten. Achso, hatte ich vergessen zu erwähnen, dass die Lui natürlich ihren für die Fernsehsendung vollgepackten Rucksack auf dem Rücken hatte?


Gut gelaunt im Zug

Da merkt man's, kaum hat man den Rucksack auf, geht das Reisechaos nahtlos weiter *g*. Wir ham den Zug (der natürlich von einem anderen Gleis als geplant abfuhr) aber noch easy erreicht und auf ging's nach Ulm! Meine "alte" Heimat konnt' ich leider nur 5 Minuten geniessen, so lange dauerte nämlich der Umstieg in den ICE der uns in Windeseile nach München brachte.

Nach einer kurzen Orientierung am Bahnhof hüpften wir in die S-Bahn und fuhren zum Ostbahnhof, wo wir uns auf die Suche nach dem Studio von Ananas TV machten.
Fünf Minuten gingen wir an dem riesigen Gebäudeblock entlang bis wir endlich das kleine Schild an einer der unzähligen Eingangstüren fanden. Im zweiten Stock öffnete uns Nico, der zuständige Redakteur, die unscheinbare Tür und wir betraten die recht neue Redaktion.
Im Aufenthaltsraum durften wir uns bei Kuchen und Getränken erst mal ausruhen und einige Minuten später lernten wir die beiden Moderatoren Mark und Mitja kennen. Es gab ein kurzes Briefing mit Nico, den Moderatoren und eben uns beiden und anschliessend wurden wir durchs Studio geführt. Hier wird übrigens auch das Internetfernsehen von Welt der Wunder produziert!
Die Kulisse steht mitten in der Redaktion, drum'rum Schreibtische, Sendeequipment, Kameras, Spielzeug, jede Menge junge Leute und ein reges Gewusel. Wir machten es uns auf der Couch bequem, uns wurde der Rest vom Team vorgestellt und die Sendung wurde nochmal mit allen Beteiligten durchgesprochen und wir wurden verkabelt. Mit den DJ-Bobo-Mikrofonen am Mund warteten wir gespannt auf die Probe für den Fernsehteil und als wir das Zeichen erhielten (unsere Namen, wie kreativ!) stürmten wir die "Bühne" und ehe wir uns dessen bewusst wurden war schon alles vorbei.


Wir und die beiden MyPokito-Moderatoren

Nochmal ne knappe Stunde Pause und dann galt es. Schnell noch etwas die Stirn gepudert und das Mikro umgeschnallt, "In 2 Minuten ist Sendung!", Anspannung, Nervosität, dumme Witzchen seitens der Moderatoren und da war auch schon unser Stichwort. So richtig blickten wir nicht durch, es ging alles etwas drunter und drüber und wir sprangen von einem Thema ins nächste (das ausgearbeitete Konzept war nahezu vergessen). Dann packten wir unseren Rucksack aus, beantworteten noch einige Fragen, schauten uns mein Bungee-Video an und schon war der ganze Spuk vorrüber. WOW, das ging schnell vorbei...

Nachdem wir die letzten organisatorischen Dinge geklärt hatten, schlüpfte die Lui noch in ihr neues (heisses!) Dirndel, denn was wäre München ohne einen Besuch auf dem weltbekannten Oktoberfest ("die Wies'n")?
In die S-Bahn gehopst, am Hauptbahnhof den Rucksack verstaut und dann auf Richtung Theresienwiese, wo wir uns mit Nadine (die wir in Neuseeland kennengelernt hatten) trafen.


my Dirndl-Girls

Das Oktoberfest ist wirklich groß, was vermutlich an den unzähligen Bierzelten liegt, die sich an breite (Wiesnautobahn?) Strassen? drängen auf denen Einheimische in Dirndl und Lederhos'n genauso wie Touristen (in Windjacke, Filzhut und mit Fotoapparat / Videokamera) die bay'rische Megaparty genossen. Ab und an finden sich auch kleinere Buden, Achter- und Geisterbahnen und Kettenkarusells.


Die Krüge hoch!

Um unseren Hunger zu befriedigen versuchten wir einen Platz in einem der Bierzelte zu ergattern, was sich aber als unmöglich (siehe Grafik oben) erwies. Die Anfrage bei einigen, leicht alkoholisierten, Mitbürgern, wurde mit einem "Na, ihr habt's z'wenig Titt'n" abgewehrt und wir beschlossen unsere Suche aufzugeben und uns an einem der Stände draussen was Leckeres einzuwerfen.


Oktoberfest 2008

Dummerweise war das Wetter jetzt nicht unbedingt das Beste und der Regen, der Wind und die kühle Nachtluft dämpften etwas unsere Wies'nexpierience. Achso, muss ich erwähnen, dass die Lui zu ihrem fesch'n Gewand keine Jacke hatte? Damit ihr trotzdem warm wird, hab ich se zu ner Spritztour in meinem kleinen Flitzer eingeladen...


"Aaaaaaaahhhhh!"

Hihi, was'n Spass!
Zum Abschluss gingen wir noch in's "Sausalitos", einer netten mexikanischen Bar im Studentenviertel von München. Einen leckeren Cuba-Libre später fuhren wir dann zum Bahnhof und verabschiedeten uns von Nadine, die uns eine Woche später in Stuttgart besuchen wollte. Dann natürlich nix wie ab auf'n Wasen!

Die volldigitale Anzeige am Bahnhof klärte uns darüber auf, dass es auf unserem Gleis zwar einen Zug gab, der zur richtigen Zeit abfuhr, aber eine komplett andere Zugnummer besaß, na toll, geht's schon wieder los... Wir also zum Info-Stand und nachgehakt.
Ja, der Zug fährt nach Plochingen, ist aber ein zusammengekoppelter Zug aus unterschiedlichen Wagen der letztendlich nach Amsterdam fährt und deswegen so 'ne komische Nummer hat.

Aha, na denn ma los!
Kaum am Bahnsteig angekommen hörten wir schon: "Bitte alles einsteigen, der Zug fährt in bälde ab!". Wir also nix wie hingehetzt, äh welcher Wagon is denn jetzt unserer? Nirgends stand irgendwie Plochingen oder Stuttgart, na klasse, muss wohl weiter vorne sein...
Wir rennen also den Bahnsteig entlang, vorbei an etlichen Wagen mit Restaurant, Betten und geschlossenen Abteilen, kein Zeichen von Plochingen zu sehen...
Bevor sich die Türen schlossen sprangen wir einfach blindlings auf den Zug auf um nicht am Bahnhof zurückgelassen zu werden. Da standen wir also dicht gedrängt zwischen Koffern, Taschen und angetrunkenen, schläfrigen Reisenden und konnten weder vor noch zurück.

Der Zug bewegte sich keinen Meter und nach ein paar Minuten kam dann die Durchsage dass wir noch auf einen Anschlusszug warten müssten und erst in 10 Minuten los fahren würden. Wir uns also wieder aus dem Zug gequetscht und weiter gesucht. Irgendwann erwischten wir dann einen Schaffner, der uns wieder zurück an den Anfang des Zuges schickte (gut dass wir da ned her kommen) und uns versicherte, dass diese Wagen nach Plochingen fahren. Natürlich war jetzt kein Sitzplatz mehr frei und wir suchten uns eine freie Ecke im Gang.


*ggg*

Da standen wir nun, neben uns zwei Bayern die direkt von der Wies'n in den Zug gen Heimat gestiegen sind und hier immer noch ordentlich Bier nachkippten. Der Zug war gerammelt voll und wir malten uns schon aus, die zweieinhalb Stunden bis Plochingen stehend zwischen Betrunkenen verbringen zu müssen. Langsam fuhr der Wagen in die Nacht und wir waren froh, dass es endlich los ging. Kurz vor Augsburg blieb der Zug aus unerfindlichen Gründen einfach stehen, was zu einem Entrüstungssturm bei unseren biergefüllten Mitfahrern führte.
Achso, muss ich erwähnen, dass die Lui in ihrem Dirndl einiges an Aufmerksamkeit bei den Herren erregte?
Nach einer Ewigkeit hielt das Eisenross dann in Augsburg und die wilde Horde verliess den Zug. Nicht ohne uns einige nette Überraschungen in den Gängen zu hinterlassen (geschmacklose Details erspar ich euch). Wir konnten also schlecht durch die verminten Gänge laufen und uns einen Sitzplatz suchen, was uns dann doch schon ziemlich entnervte.

Etwas später fanden wir aber doch ein ruhiges Abteil und machten es uns in den Sitzen unbequem. Wir waren ja bald zuhause...

Der Zug schlich weiter durch die Nacht und eine halbe Ewigkeit später erreichten wir Ulm. Juhuu! Halbzeit! Mit quälender Langsamkeit fuhren wir die Geislinger Steige hinunter (es fühlte sich fast schon an als fuhren wir rückwärts...) und erreichten Göppingen. Naja, jetzt waren es ja nur noch wenige Stationen. Aus Rücksicht auf die Anwohner legte der Lokführer jetzt scheinbar den Ultimativ-Schleichgang ein und wir krochen gen Plochingen.
Mit einem Mal kam der Zug zum Stillstand. Was? Sind wir "schon" da? Cool!
Wir nix wie raus aus dem Abteil, schon auf dem Weg zur Tür, da erkennen wir...

...wir sind in Ebersbach! Ganz toll! Warum hält der Zug hier? Zwei Stationen von unserem Ziel entfernt? Nach Minuten der Ungewissheit erklärte uns ein Schaffner (achso, wir hatten schon über eine Stunde Verspätung!), dass vor uns ein Güterzug liegen geblieben ist, der jetzt die Strecke versperrt und wir zwei Stunden warten müssen bis die Situation bereinigt ist.

Sprachlosigkeit.

"Ähm, ja, Sie hätten noch die Möglichkeit mit dem Taxi nach Plochingen zu fahren und dann das Geld von der DB zurückzuverlangen. Der Lokführer bestätigt dies gerne auf Ihrem Ticket."

Ja danke! Machen wir! Und wenn das nicht klappt, dann...

Achso, müssen wir euch noch darüber erzählen dass die Taxifahrt 25 Euro gekostet hat!? Und darüber wie schwer es ist nachts um 2 in Ebersbach am Bahnhof ein Taxi zu besorgen?
Ich denke das könnt ihr euch vorstellen.

Damit schliesse ich meinen Chaosbericht vom Chaostag und sage, bis demnächst!
(Auf das Geld von der Bahn müssen wir jetzt noch so drei bis vier Monate warten. Danke Deutsche Bahn!)

Montag, 22. September 2008

Deutschland - Reichenbach, Hochdorf

Howdy!

Sodele, jetzt sind wir schon seit einem Monat wieder zurück (mann, die Zeit vergeht viel zu schnell) und ich geb' euch ein kurzes Update.

Die Lui hat inzwischen schon wieder einen Job und fängt ab Oktober wieder im Rettungsdienst an. Ich bin nun, nach einem Monat Maloche in der Motorengiesserei vom Daimler, dabei, mir auch nach einem neuen (bzw. meinem ersten, richtigen) Job zu suchen. Mal sehen wo's mich hin verschlägt!

Am Mittwoch fahren wir beiden nach München, wo wir bei der Jugendsendung "MyPokito" zu Gast sind. Die Live-Sendung läuft gegen 15.30 Uhr auf RTL II und geht danach unter MyPokito im Internet weiter!
Wir werden dort ein bisschen von unserer Reise erzählen und Fragen beantworten die uns per e-mail zuflattern, coole Sache! Also einschalten!!!

Danach geht's noch ein bisschen auf#s Oktoberfest, wo wir uns mit Nadine, unserer Bekanntschaft aus Neuseeland treffen werden, jipiiieee!

Ach ja, wir sind auch schon in den Vorbereitungen eines Reiseberichts, den wir irgendwann im Herbst bei uns in Reichenbach im "Rädle" zum besten geben werden. Mit jeder Menge Fotos, Videos und Musik. Infos folgen noch!

Also das wars erstmal!
Bis zum nächsten Bericht, dann von unserem Ausflug in die Fernsehwelt!

Donnerstag, 21. August 2008

Suedafrika - Johannesburg, Kruger Park

Hi zum erstmal letzten Bericht, denn wir sind mittlerweile ZUHAUSE!

Auf dem Weg zu unserem letzten Abenteuer machten wir fuer eine Nacht Station in Johannesburg. Im Mbizi Backpacker wurden wir superfreundlich empfangen (auch wenn wir ne Stunde auf unseren Pick-Up warten mussten *frier*).
Das Hostel war genial gemuetlich, die Kueche ein Traum (wohl die beste die wir je hatten) und die Betten beheizt(!). Nach ner ordentlichen Portion Nudeln hingen wir im Wohnzimmer gemeinsam mit anderen Backpackern, vor dem grossen Plasmafernseher ab.


Kudu-Fruehstueck

Um 6.00 Uhr brummte das Handy und wir krabbelten aus den Betten *gaehn*, packten unsere Sieben Sachen (naja, vielleicht auch n bissl mehr) und warteten darauf fuer unsere Safari abgeholt zu werden.
Etwas konfus (ob unterschiedlicher Zeitangaben) standen wir im (abgeschlossenen) Hof und uns bangte, dass wir eventuell ne Stunde zu spaet aufgestanden waren. 5 Minuten spaeter war aber auch schon der Bus da und wir machten uns auf die 8 stuendige Reise Richtung Kruger Nationalpark.


wir und unser Ami Mike auf dem Jeep

Nach endloser Fahrt erreichten wir unsere Lodge, abgelegen in einem privaten Game (Wild) Park. Luxus pur! Wir wurden mit einem Willkommensdrink zu unserer stilvoll eingerichteten Huette geleitet und durften uns nach ein paar Minuten schon an einer leckeren Lasagne laben, mjam!

Nach dem Essen gings dann auch schon auf Tour. Im offenen Jeep fuhren wir durchs Gelaende waehrend unser Spotter (sitzt auf der Motorhaube und liesst Faehrten und ist der Erste der vom Loewen gefressen wird, sehr bruhigend) nach wilden Tieren Ausschau hielt.
Zuerst erkundeten wir ein Wasserloch mit Flusspferden, am Wegrand stapfte eine Elefantenherde mit mehreren Jungen an uns vorbei. Wir beobachteten wie ein Elefantenjunges gesaeugt wurde,genial! Im Busch konnten wir nach einiger Zeit ein Nashornpaerchen beim Blaettermampfen beobachten. Zebras liefen uns ueber den Weg (die auffaelligen Streifen sind im trockenen Gestruepp die perfekte Tarnung, man glaubt's kaum!), Affen starrten uns aus den blaetterlosen Baeumen entgegen und langsam brach die Daemmerung herein.


die Elefantenpatroullie

Taschenlampen wurden gezueckt und die Suche ging weiter. Etwas Zeit verstrich doch nach hektischem Funkkontakt preschten wir mitten durch die Wildnis und ploetzlich waren sie da. Rings um uns lungerten Loewen im trockenen Gras. Wir kamen naeher und stoppten neben einem jungen Maennchen das relaxed im Gras lag. Eine Loewin naeherte sich und die beiden begannen sich zu beschnuppern. Sie rieben sich aneinander und...

...da war der Loewenporno auch schon wieder vorbei.
Die beiden trennten sich und wir fuhren ein kleines Stueck weiter. Da lag er. Der Koenig der Loewen, der Oberboss. Neben einem Bueffelkadaver liegend hatte sich das Alphatier breit gemacht. Genuesslich nagte er am Kniegelenk des schon ordentlch zerrupften Tiers (z.B. lag der Unterkiefer schon frei, die Zunge fehlte). Wir sassen stillschweigend auf unseren Sitzen und beobachteten das blutige Treiben. Hinter uns schlich ein Trupp von Loewinnen durchs Gebuech und auf ein mal brach der Loewe in ein Bruellen/Stoehnen/Bellen aus, wie wir es noch nie zuvor gehoert hatten. Die Weibchen antworteten aehnlich und ehe wir es uns versahen fanden wir uns in einem Bruellkonzert wieder das durch Mark und Bein ging. Unser Guide erklaerte uns, dass sich die Tiere so gegenseitig identifizieren und zum Beispiel fremde Maennchen so ausfindig machen koennen.
Die gewaltige Szene beschloss dann auch unseren Abend und wir machten uns auf den (arschkalten) Rueckweg, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete.


Bueffelbuffet

Die Safari am naechsten Tag startete um 5 Uhr und wir fanden uns, gemeinsam mit Mike unserem Amerikaner, in einem offenen, ruetteligen Jeep wieder um die 45 Kilometer zum Krugerpark zurueck zu legen. Am Parkeingang angekommen rotierte unser Planet ungebremst weiter und die Rezeptoren unserer Retina reagiertem im unteren Spektrum des sichtbaren Lichts in einem runden, eingegrenzten Bereich, waehrend die uebrigen Zellen eine diffuse leicht orange-weisse Lichtstimmung an unser Gehirn weiterreichten. Automatisch wurden Stromstoesse an meine Armmuskulatur geleitet, mein rechter Zeigefinger kruemmte sich und...


...Click!...

...der unglaubliche Sonnenaufgang ueber dem verlassenen Afrika, der mit einem rotgluehenden Feuerball ueber der nebelbedeckten, mit blaetterlosen Bauemen gespickten Landschaft, den neuen Tag verkuendete, war mit der Kamera festgehalten. Der perfekte Tourimoment.


Voegel essen Zecken aus dem Büffelfell

Und schon begann die wilde Suche der noch wilderen Wildtiere. Den ganzen Tag wiederzugeben wuerde Stuuuunden dauern, deswegen hier die (etwas unromantische, ich weiss,) Kurzversion.

Zebraherden im vollen Gallopp, ein afrikanischer Zebrastreifen (Zebra auf der Strasse), Antilopen die mit ihrer wunderschoenen Gesichtszeichnung (und einem Hinterteil das den Tieren mit seinem schwarzen M-Bogen den Spitznamen: BuschMcDonalds einbrachte) in unglaublichen Massen im Park auftreten, einsam durch die Buesche streifende Elefantenbullen, Elefantenherden mit ihren kleinen Jungen, Bueffel, Gnus (so genannt wegen dem wirklich komischen Lauten die die von sich geben), Waterbucks (afrikanische, grosse Rehe mit ner Klobrille auf'm Hintern (sieht zumindest so aus)), Kudus (afrikanische noch groessere Rehe! Und wunderscheon!), ein Mungo auf Schlangenjagd, langhalsige Giraffen (mit Jungen), ein paar verstreute Affen, 'n paar faule Loewenweibchen die in der Sonne pennten und ein verstecktes Nashorn. Die beste Entdeckung war ein Leopard (relativ selten) der nach einem vermutlich reichaltigen Essen sein Mittagsschlaefchen auf einem Baum hielt. Schwanz und Pfoten haengen in der Luft und nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Leider war der Baum dermassen weit weg, dass wir versuchen mussten ein Foto durch's Fernglas zu machen, naja, aber trotzdem der beste Spot des Tages.


wo ist der Leopard?

Auch der naechste Morgen wurde (recht frueh) von einem wunderschoenen Sonnenaufgang eingeleitet. Wir machten uns in aller Fruehe zu Fuss auf, den umliegenden Busch zu erkunden. Unser Guide fuehrte uns auf die Faehrte einer wilden Gnu-Herde. Zwischen den nervoesen Tieren entdeckten wir ein paar Bueffel, die den Gnus als zweite Lebensversicherung dienen und haeufig zusammen auftreten. Waehrend wir durch das teils sehr dornige Gestrueppp schlichen und die Sonne uns langsam zu waermen begann, erklaerte uns unser Guide unterschiedliche heimische Pflanzen und ihre Eigenschaften, beziehungsweise die dadurch fuer die "Buschmaenner"entstehenden Vorteile und Anwendunsgebiete. Von Aloe-Vera, ueber einen Baum dessen Wurzeln gegen Geschlechtskrankheiten helfen, einem Baum aus dessen kleinen Fruechten Alkohol erzeugt wird und zu unser aller Belustigung ein Strauch dessen Aeste man als Zahnbuerste benutzen kann (wesentlich angenehmer wie sich Sand zwischen die Zaehne zu schieben...).


Aloe Vera Pflanze

Nach dem Bushwalk rief uns mit wilder Trommelei ein mordsmaessiges Fruehstueck mit allem was dazu gehoert zurueck in die Lodge. Gut gefuellt packten wir dann unsere Rucksaecke (und die ueberdimensionale Souvenirtasche!) und machten uns auf den 7 stuendigen Rueckweg nach Johannesburg, der uns als kleines i-Tuepfelchen am Blyde-Canyon (drittgroesster der Welt oder so) in den Drakensberg-Mountains vorbeibrachte.


bloeder Gesichtsausdruck am Canyon

In Jo'Burg wurden wir direkt am Flughafen rausgeschmissen, checkten bei Virgin ein und bestiegen wenig spaeter die "Boing"747-400 nach London. Der Flieger war vollkommen ausgebucht und wir konnten jeder nur einen Sitz fuer uns beanspruchen (pech fuer die Lui die sonst immer drei braucht um sich hinzulegen).
Am fruehen Morgen erreichten wir dann London von wo uns ein (auch total voller) British Airways- Flieger nach Stuttgart gebracht hat.


Zebra's on the run

Tja und das bedeutet, wir sind wieder zurueck, das halbe Jahr ist vorbei und jetzt heisst es sich nach einem Job umzuschauen um wieder Geld fuer die naechste Reise zu sammeln...

Eine kleine Neuigkeit zum Schluss. Wir kommen ins Fernsehen! Mitte naechsten Monats werden wir in einer Live-Show ueber unsere Reise berichten, is das ned cool?

Aus dem Grund werde ich versuchen den Blog auch weiter am Leben zu halten und, wenn mich mein Fabrik-Job beim Daimler nict zu sehr schlaucht, in eine allgemeine Traveller-Website umbauen, wo dann jeder von seinen Abenteuern rund um den Globus berichten kann.
Wir moechten uns zum Schluss noch bei allen bedanken die mit uns hier online waehrend dem letzten halben Jahr mitgereist sind, wir hatten sehr viel Spass daran euch zu berichten und hoffen dass ihr uns jetzt wo wir uns wieder zurueck sind nicht mit allzu vielen Fragen loechert (soviel gibt's nicht mehr zu erzaehlen). Naja, wenn ihr mich in einem guten Moment erwischt kann ich ja sowieso nicht mehr mit reden aufhoer'n, und es finden sich bestimmt noch einige Abenteuer die nicht hier im Blog gelandet sind (und ein paar Sachen haben wir euch auch verschwiegen... Googled doch mal Bloukrans, oder Nevis Highwire *g*)

Das war's also von uns, und jetzt lass ich meiner geliebten Reisebegleitung (und fleissigen Korrekturleserin) Lui auch noch 'n bissl Platz um ihren Senf hier hin zu schreiben...

"miez!"
also,ich hoff ihr sitzt am 24.September alle gespannt vor dem Fernseher und habt RTL 2 angeschalten um uns tatkraeftig zu unterstuetzen....
Danke an alle treuen Leser und Mitreisenden, ich bin wieder daheim und meinen Festnetzansschluss habt ihr ja alle...Ruf mich an! :)

Bis zu weiteren Abenteuern
euer Dreamteam

Tazi und Lui

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