Sonntag, 27. April 2008

Neuseeland - Wanaka, Queenstown, Christchurch, Kaikoura, Wellington

Kia ora!
zum letzten Bericht aus dem Kiwizentrum, aeh oder sollte ich besser Epizentrum sagen. Denn nach allem was wir bisher gelernt haben sitzen wir hier in Neuseeland auf einem vulkanischen Pulverfass. In Wellington bebt die Erde jeden Tag! (naja, man merkst nicht, sind zu schwach...)

Jetzt aber erstmal zurueck zum Ende unseres letzten Berichts.

Nach der Besteigung des Franz Josef Gletschers gings am naechsten Tag weiter Richtung Sueden.
Kurzer Stopp am Fox-Glacier (der Bruder des Franz Josefs liegt ziemlich in der Naehe) und an den Blue-Pools vorbei. Im Prinzip ist das ein Seitenarm eines Flusses der ziemlich blau ist, ich fands ned so spektakulaer wie die Lui (dr Blautopf is blauer!). Witzig war allerdings die Drahtseil-Haenge-Bruecke ueber die man geschwankt ist um zu den Blue-Pools zu kommen (Gruss an Indiana Jones! aso bald kommt der Film raus, unbedingt anschaun!).


Man merkt foermlich die frenetische Begeisterung in mir...

Nachdem wir mal wieder irgendwo im Nirgendwo uebernachtet hatten (nach einer Runde Killerpool und nem Karaokecontest) fuhren wir am naechsten Morgen weiter nach Wanaka. Das kleine Oertchen liegt recht idyllisch am gleichnamigen See. Unser Busfahrer erzaehlte uns von den Suesswasserdelphinen, die man vom Steg aus sehen und fuettern kann. Also voller Vorfreude ab ans Wasser, wo wir nach 10 Minuten feststellen mussten, das alles nur ein Witz war! Erfolgreich verarscht, danke Prinse!
Nach einem kleinen Stadtbummel mit Souvenirrausch huepften wir wieder in den Bus um endlich nach Queenstown zu kommen.


wo sind die Delphine?

Queenstown, definitiv Mekka aller Action-Suechtigen. Das kleine alpine Oertchen errinert stark an einen europaeischen Skiort. Von Bergen umgeben an einem See gelegen, fuehlt man sich zwischen Alpen und Mittelmeer hin- und hergerissen. Sofort schleicht sich ein heimeliges Feeling ein (wie eigentlich fast ueberall in Neuseeland). Viele kleine Laeden laden zum Shoppen ein, wenn man vor lauter Bungee-Jumping und Skydiven ueberhaupt dazu kommt. Wir besuchten die Kawarau-Bruecke, den ersten kommerziellen Bungee-Spot und konnten unserer Busfahreranwaerterin "Apples" bei ihrem Sprung fasziniert zusehen.


Der Apfel faellt nicht weit...

Abends gings dann auf Kneipentour durch die unzaehligen, aneinandergereihten Bars und Clubs. Da waren echt ein paar wirklich gute dabei! Mit einigen Teepotts (im Prinzip ein buntes Gemisch unterschiedlicher Alkoholsorten, die man aus einer Teekanne trinkt, echt heftig teilweise!) intus gings dann fuehr mich zurueck ins Hostel.

Zwei Tage speater waren wir dann auf dem Weg nach Christchurch, eine 10 Stunden-Tour im Bus, jipppiieee!


Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist sch...

Christchurch ist die groesste Stadt auf der Suedinsel, im Vergleich zu Auckland aber doch recht klein. Das Leben spielt sich (fuer die Touris) rund um den zentralen Hauptplatz direkt vor der gothischen Kathedrale ab.


putziges Kathedraelchen...

Nach dem obligatorischen Stadtbummel sind wir dann zu einem Kontinent aufgebrochen, der garnicht auf unserer Route lag. Es ging direkt zum Flughafen und dort ins Internationale Antarktikzentrum, von wo aus 70 Prozent aller Antarktisexpeditionen starten. Mit riesigen Transall-Maschinen fliegen die Forscher (und auch der ein oder andere Touri) ab in die eisige Kaelte. Die Flugzeuge sind teilweise so schwer dass sie Raketen brauchen um ueberhaupt abheben zu koennen!


der Antarktikpanzer

Leider ging der letzte Flieger vor Einbruch der langen Nacht einige Tage vor unserer Ankunft, statt also zum suedlichsten Punkt der Erde zu fliegen, mussten wir uns mit dem Antarktikzentrum selber zufrieden geben, welches allerdings einige Attraktionen zu bieten hat. Von den kleinen blauen Pinguinen die hier heimisch sind, ueber einen antarktischen Schneesturm den wir, dick eingepackt, erleben konnten (gefuehlte minus 20 Grad *brrrrrrrr*), einem echten Expeditionslager, bis hin zu der abenteuerlichen Fahrt in einem Haegglesund Kettenfahrzeug (das Expeditionsfahrzeug schlechthin, wie ein kleiner Panzer aber sauschnell!). Wir verbrachten mehrere Stunden dort und ich ziehe echt in Betracht mich mal fuer so nen Forschungstrip zum Suedpol zu bewerben (Phil magste mit?). Abends bin ich dann noch ins "Dux de Lux" um zu den Klaengen eines Cool-Jazz-Trios ein Ingwerbier (erstmal sehr seltsam aber irgendwie geil!) zu trinken.


Arschkalt!

Nach Christchurch war der naechste Stopp Kaikoura. Der ehemalige Walfangort ist auch heute noch dick im Geschaeft mit den Walen. Statt diese allerdings zu harpunieren begnuegt man sich jetzt damit die ganzen Touris auf Wal-schau-Touren mitzunehmen. Alternativ zu den grossen Dicken (nein ich sprech jetzt nicht von mir, und ja ich hab wieder zugenommen...) gibts auch die kleinen schnellen und die suessen verspielten Stinker im Angebot. Ich meine natuerlich das Schwimmen mit Delphinen und Seeloewen. Ihr koennt euch vorstellen, dass die Lui da kaum mehr zu halten war! (Zum Glueck fuer die Viecher wurde das dann aber abgesagt *ggg*)
Seals haben wir aber trotzdem gesehen, die liegen da uebarall faul am Strand rum (so wie wir hoffentlich bald in Australien *hihi*).


Suchbild. Wieviele Seeloewen sind im Bild?

Abends gings dann zum Mini-Golf, wo die Lui bei der ersten Runde mit seeeeehhhhr gewoehnungsbeduerftigen Schlaegern (irgendwelche Holzpruegel mit Eisenkloetzen unten dran) haushoch gewonnen hat! Nach dem Wechsel zu den, Zitat Lui: "langweiligen", Zitat Michi: "vernuenftigen", Schlaegern hab dann (natuerlich) ich gewonnen. Zitat Lui: "is auch keine Kunst!" (verloren hat se aber trotzdem *haha*)

Ueber Picton sind wir dann mit der Bluebridge-Faehre, ach nee, die war gecancelled (oh mann, eine weitere Reisetransportfehlschlaggeschichte die es irgendwann mal zu erzaehlen gibt), wir sind also mit dem "Interislander" in 3 Stunden zurueck auf die Nordinsel nach Wellington.


Wellingon, windigste Stadt Neuseelands! (Blick vom Cablecar aus)

Dort wurden wir von bestem Wetter begruesst und konnten schon die ersten Aufbauarbeiten fuer das anstehende "Homegrown-Festival" beobachten. Beim Check-In im Hostel stellten wir dann fest, dass wir statt der benoetigten drei, nur zwei Naechte reserviert waren (Danke Stray!). Im Normalfall ja kein Problem, dank des Festivals allerdings waren alle! Hostels der Stadt aber hemmungslos ausgebucht. Keine Chance nen Platz fuer die dritte Nacht zu bekommen. Das sollte uns noch einiges an Stress bereiten...
Um auf andere Gedanken zu kommen machten wir uns dann erstmal auf zum obligatorischen Stadtbummel (ich muss mir da mal langsam echt ne Abbkuerzung fuer ausdenkken, wie waehrs mit "OSB") der im Kino endete, wo wir "Superheromovie" gesehen haben. Der neuste Abkoemmling von "Scary Movie" war so lala...
Tags darauf gings ins Nationelmuseum "Te Papa". Das 300 Millionen Dollar teure, neue Museum wartet mit einer Vielzahl spannender und super inszenierter Ausstellungen auf. Darunter befindet sich eine Ausstellung zu lokaler Flora und Fauna, sowie dem vulkanischen Ursprung und Eigenleben der Region. Desweiteren gabs noch unterschiedliche Bereiche zu Historie und Kultur Neuseelands sowie einen museumeigenen Dschungel durch den man spazieren konnte. Da der neuseelaendische Gedaechtnistag fuer die Opfer des zweiten Weltkriegs war, konnte ich noch einen Vortrag ueber "Warpainters", also Soldaten die in Kriegsgebieten fuer die Armee Bilder vom Geschehen angefertigt hatten, anhoeren. Das war vermutlich auch der Moment in dem mich die Lui im Museum dann voll ganz verloren hatte. Etwas verwirrt haben wir uns dann aber auf unserem Hostelzimmer wieder gefunden.
Waehrend die Lui zum BBQ mit ihren Faehrenbekanntschaften James und Hayley aufbrach, machte ich mich nochmal auf die Stadt zu erkunden. Solange Lui sich dann also den Bauch vollschlug landete ich mit 4 Leuten die ich unterwegs getroffen hatte erneut im Kino (*tztztz*). Diesmal gings in "U23D". WAHNSINN!!! Ein Konzertmittschnitt der letzten U2-Tour in 3D und digital! WOHOOOOO! Amazing sh*t!
Abends trafen wir uns dann mit Luis Internetbekanntschaft Haydn. Die beiden haben sich seit zwei Jahren geschrieben und konnten sich jetzt endlich im "RealLife" (wie man so schoen sagt) treffen. Der Gute war super nett aber dank durchzechter Nacht doch recht muede. Nach nem gemuetlichen Bier und einem Schwaetzchen verabschiedeten wir uns um in unsere Betten zu fallen.
Der naechste Tag war Tag des "Homegrown". Bei dem Festival spielten viele neuuseelaendische und australische Bands unterschiedlicher Musikrichtungen. Da wir leider keine Karten hatten sollten wir uns alerdings mit dem Schlendern zwischen den Buden und Zelten zufrieden geben muessen, natuerlich die Musik inbegriffen, denn "Musik kennt keine Grenzen" (vor allem keine Zeltwaende und Absperrzaeune). Vormittags trennten sich allerdings unsere Wege. Die Loisi ist zusammen mit der Nadine (unserer Nordinselbekanntschaft) in eines der beruehmten Cablecars gestiegen um sich Wellington mal von oben anzusehen. Auf dem Weg zurueck in die Stadt gings dann durch den botanischen Garten und anschliessend zusammen mit Seb (unserem Zimmergenossen) auf gemuehtliche Shopping- und Coffee-Tour. Derweil machte ich mit auf, den kleinen Filmfreak in mir zu befriedigen (nein, ich war nicht nochmal im Kino!).


Kaum is man ned da, da spielt C4 schon international!

Da Wellington die Heimat von Peter Jackson und der SpecialEffects-Mega-Firma "Weta" ist, was liegt da naeher als auf einer Movietour einige der Drehort von "Herr der Ringe" und "King Kong" sowie meinem Lieblings-Jackson-Film "Braindead" zu besuchen. Ganz zu schweigen vom Besuch der StoneStreetStudios und des Weta Workshops, HELL YEAH! Ich wandelte also den ganzen Tag durch Rivendell, Helms Klamm und den Hobbitwald um Baeume und Steine zu bewundern. Warum nur das? Naja, Neuseeland ist so gruen, dass alle Sets wieder zerstoert und die Landschaft wieder in Urzustand versetzt werden musste. Trotzdem war es ein Megaspass und ich glaub ich gab ein lustiges Bild ab wie ich da so glotzend und staunend vor dem Weta Workshop stand ;-).
Abends gings dann am Festival vorbei und abschliessend noch in einen Pub, wo wir von Seb unserem Englaender in die Geheimnisse des Rugby-Spiels eingeweiht wurden. Rugby ist hier der absolute Volkssport! Danach gings dann zurueck ins Hostel und ab ins Bett.
Jetzt werdet ihr vielleicht sagen, ja aber welches Bett, ich dachte die beiden waehren obdachlos fuer die eine Nacht! Tja, wies der Zufall so will hat die Lui zwei Minuten nach einer stornierten Reservierung nochmal nach einem Zimmer gefragt und siehe da, wir hatten einen Schlafplatz. Meiner war uebrigens voll mit Spitzenhoeschen ueberhaeuft aber das is ne Geschichte die erzaehl ich dann wenn wir wieder zurueck sind...


der letzte Sonnenaufgang

Jetzt sind wir wieder in Auckland, wo wir am Dienstag den Flieger in die Sonne nehmen und hoffentlich nach 3 Stunden Flug sicher in Sydney ankommen. Zuerst muessen wir aber noch unseren 20-Kilo-Souvenier-Koffer nach Deutschland schicken.

Wir sehn uns in Australien!
(ich hoff da koemmer wiederoefter und vor allem kuerzere berichte schreiben)

Freitag, 18. April 2008

Bilder

Hallo Leute,

die noch fehlenden Bilder ab der Westkueste Californiens sind online!

Also fleissig Seite besuchen und runterscrollen!!!

Donnerstag, 17. April 2008

Neuseeland - Taupo, Tongariro, Abel Tasman, Franz Josef

Kia ora zum zweiten Bericht aus dem Land der Schafe
Mittlerweie haben wir uns zur Suedinsel durchgeschlagen, dazu aber spaeter.


Zweifel?

Nach unserem Kulturabend wars erstmal wieder Zeit fuer ein isschen Action.
Action bedeutet hier dass man sich von irgendwo oder in irgendwas hinunterstuerzt. Also hat sich die Lui zum zweiten mal in ihrem noch sehr jungen (die biologische Uhr hoert se aber schon ticken...) Leben aus einem Flugzeug gestuerzt. Ganz schoen beknackt wenn man bedenkt dass der Flieger in 5000 Metern Hoehe geflogen ist.

Also ab in den blauen Fliegerdress und rein ins pinke Flugzeug.



Excitement!i

Kurzes Briefing, Abflug!


Warten...

Tuere auf, raushaengen, die Banane machen (*ROFL*), kurze Selbstfindungsphase und da ist man auch schon ohne Vorwarnung in der Luft.
Hinter einem verschwindet das Flugzeug, waehrend man mit 200 Km/h gen Erdboden rast.
60 Sekunden freier Fall (nein man fliegt nicht man faellt!).

...

Dann ein heftiger Ruck und man schwebt lautlos am offenen Fallschirm ueber den Lake Taupo, den groessten See der Nordinsel. Am Horizont verschwindet langsam die Sonne in einem gluehenden Wolkenmeer.

Ein oder zwei Kurven spaeter kommt auch schon der Boden in Sicht.
Landung (auf dem Hintern *ggg*) und ein unglaubliches Hochgefuehl stellt sich ein.

"I'm alive!"


Von einer weissen Straetsch-Limo zum Hostel gebracht, war der Abend dann auch recht schnell zu Ende.

Nach diesem Adventure sollte das naechste nicht allzulange auf sich warten lassen.
Ich machte mich bereit fuer meinen ersten richtigen Hike, den Tongariro Cross. Die Region um den Tongariro ist die am meisten vulkanisch aktive Gegend Neuseelands sollte also mit einer eindrucksvollen Szenerie aufwarten. Ganz nebenbei besteigt man noch den Mount Ngauruhoe, den Herr der Ringe-Fans vielleicht besser als Mount DOOM bekannt! Jipieee! Ich mach mich auf die Suche nach dem Ring!

Den ganzen Trip zu beschreiben wuerde Seiten fuellen, aber naja, denkt euchs einfach... Es war BOMBENWETTER!
Uns gross vorzubereiten hatten wir keine Zeit. Ich wurde zusammen mit meinen Mitstreitern (leider ohne Lui, die weiss garned was se verpasst hat, tztztz...) aus dem Bus geworfen, zog meine geliehenen Boots an, man drueckte uns noch schnell ne Karte in die Hand und das wars. "Wir holen euch in 8 Stunden auf der anderen Seite ab." Also Rucksack geschappt und losgestapft. "Der Berg ruft!"

Zuerst gings ueber ein paar Huegel. Auf erhoehten Holzwegen (um die empfindliche Pflanzenwelt zu schuetzen) bahnten wir uns unseren Weg an den Fuss des Berges.
Der Berg besteht eigentlich aus zwei Vulkanen und einem Dampf-Schacht (Mount Doom, nichtmal n echtert Vulkan tztztz). Also drei Bergen die durch unzaehlige Krater und Geroellhalden miteinander verbunden sind.
Als naechstes galt es massenweise Stufen hinter sich zu bringen die ins Geroell geschlagen wurden.
Dann erreichten wir aber schliesslich das erste Plateau, wo uns schon ein leicht schwefeliger Geruch begruesste.
Nachdem wir einen riesigen Krater durchquert und den schweren Aufstieg ueber Steine und Geroell geschafft hatten,wurden wir mit einem unbeschreilich schoenen Blick belohnt. Ein MUST fuer jeden Neuseelandtrip!


Michi am Mount Doom

Der Abstieg fuehrte uns vorbei an schwefeligen Seen, ueber weitere Huegel durch eine eher alpenlaendische Landschaft bis hinunter in den gruenen Busch Neuseelands.
Bei dem Trip konnte ich ausser Strand im Prinzip alles sehen was Neuseeland zu bieten hat, und das auch noch bei strahendem Sonnenschein!

Ueber Wellington und Picton gings dann in den Abel Tasman National Park, wo wir beide unseren Interessen nachgingen. Bei mir wars ein Segeltrip auf einem Katamaran, der uns entlang der Kueste den wunderschoenen Nationalpark vorstellte. Neben einem riesigen Sting-Ray konnte ich eine Masse an Delphinen sehen, die ich mir niemals ertraeumt haette. Unzaehlige der erstaulich grossen Tiere schwammen mit unserem Boot und machten Spruenge aus dem Wasser. Unbeschreiblich. Alle waren total aufgedreht. Da konnte man auch ziemlich schnell vergessen, dass es wie aus Eimern geschuettet hat.
Die Lui hatte waehrenddessen ein Pferd gefangen, gezaehmt, gesattelt und dazu ueberredet mit ihr am Strand schwimmen zu gehen. Danach gings im wilden Galopp durch eine Kiwi-Plantage um spaeter dann noch gemuetlich durch den Busch zu traben.


wilder Ritt am Wasser

Der Trip ging weiter ueber die Pancake-Rocks nach Berrytown, wo ein Barbetreiber versuchte uns durch ziemlich fiese Verkleidungsmethoden (wir Jungs mussten Frauenkleider anziehen) und Trinkspiele ("who's got the pick?") zum Saufen zu anmieren. Hat glaub ich nicht so wirklich funktioniert.

Tags darauf landeten wir in einem sehr coolen Hostel mit noch coolerer Bar in Franz Josef. Franz Josef bedeutet Gletscher! Jipiiee, auf ins ewige Eis!
Und somit waehren wir dann auch am heutigen Tag angekommen, der verhaeltnismaessig frueh begann.
Unsere Guides, alles gestandene Naturburschen, statteten uns mit Jacken, Hosen, Muetzen, Handschuhen und sogar warmen Socken aus. Wichtigster Teil des Equipments waren aber die festen Stiefel, die schon so manchen Touri sicher den Gletscher rauf und wieder runter gebracht zu haben schienen, und die dazugehoerigen Spikes *evil*!


der Franz Josef Gletscher

So ausgestattet gins also auf einer kleinen Wandertour ueber Geroell und zwischen Gletscherbaechen hindurch an das Ende des Gletschers.
Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt, wobei ich, heroisch wie ich nunmal bin, mit der ersten Gruppe "die Pioniere" aufgestiegen bin, waehrend sich die Lui (lahm wie se nunmal ist, auweia wenn se des liest, ok se is in Gruppe 2 gelaufen soll ich sagen. Tztztz Gruppe 2, naja...) fuer eine der langsameren Gruppen entschied, die die etwas ausgetreteneren Wege benutzen. (Dafuer aber ne geile Hoehle angeschaut ham, menno!)
Die Gletschertour war einfach genial, denn nirgendwo in der Welt hat man einen Gletscher der sich durch gruenen Busch waelzt! Wir konnten durch Eistunnel gehen, uns durch Gletscherspalten zwaengen (wenn ich nicht drueberspringen musste) und ueber frisch geschlagene Stufen auf Eisplateaus klettern. Die Landschaft war unbeschreiblich so wie das Wetter. Tags davor stroemender Regen und wir setzen unsere Spikes bei Sonnenschein aufs Eis. Des gibts au nur in Neuseeland...

Beim Abstieg hatten wir noch das Glueck einen Kia zu sehen. Der Kia ist ein flugunfaehiger gruener Papagei, der die eisigen Gletscher der Region bewohnt (keine Ahnung was der da zum fressen findet). Bis auf einen halben Meter konnte ich an das Tier ran (hauptsaechlich wegen der Gefahr die vom Eis ausging, das Tier war eher an uns interessiert)(...vielleicht frissts ja Touris, hmmm....). Die Lui beschwert sich grad wie anstrengend es doch war und jammert ueber ihre Blasen. Ich fands geil, wuerd ich sofort wieder machen! Naja,wart mer vielleicht erstma den Muskelkater morgen ab ;-) .

Soweit von uns erstmal, morgen gehts weiter Richtung Queenstown, wo ich dann endlich Bungee-Jumpen kann ;-).

187days - Weltreise-Blog

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