Samstag, 5. Juli 2008

Thailand - Bangkok

Gruetzi middanaand!

Noch 6 Stunden bis zur Abfahrt nach Chiang Mai, Zeit euch von unserem Aufenthalt in Bankok zu berichten. Bankok, "Dorf der wilden Pflaumen", die Thais nennen sie "Stadt der Engel", aber eigentlich lautet der Name: "Erhabene Hauptstadt wie im himmlischen Koenigreich, wo der Jadebuddha beheimatet ist, uneinnehmbarer, glorreicher, unsterblicher Ort, ueberaus maechtig, altehrwuerdig, neunfach mit heiligen Juwelen geschmueckte himmlische Stadt mit zahllosen Palaesten, der Platz, an dem Koenige residieren, auf Befehl des grossen Indra errichtet von Vishnu" (Laut Guinnes Buch der Rekorde der laengste Ortsname der Welt).


Bankok vom Bus Nummer 15 aus

Bangkok war weitaus weniger laut und stinkend als uns berichtet wurde (immernoch kein Vergleich zu Havanna) und die Tage hier vergingen wie im Flug. Angefangen haben wir unser Tourprogramm mit einer Fahrt zum Siam Square, wo wir erstmal... ins Kino sind! Der Film: "Wanted", yeah, Action ohne Ende und eine toughe Angelina als krasse Killerbraut. nachdem der erste Grossbildleinwandhunger gestillt war, bummelten wir noch durch die riesigen Malls rings um den Siam Square. Und schon war unser erster Tag in Bankok vorbei. Der naechste Morgen wartete mit einem Besuch im ehemaligen Koenigspalast und dem angeschlossenen Tempel Wat Phra Keo auf uns.


Lui vor dem Tempel und dem ehemaligen Koenigspalast

Die von einer 2 Km langen, weissen Mauer umgebene Anlage beeindruckt mit dem unglaublichen Uebermass an verbautem Gold. Nicht nur die zentrale Grabstaette die komplett mit Gold verkleidet ist, sondern jedes einzelne Gebaeude und jede Statue sind mit reichlich Blattgold belegt, genauso wie die unzaehligen Wandgemaelde die Geschichten des letzten Buddhas erzaehlen. Hauptattraktion des Tempels ist der Jadebuddha, der erhoeht auf einem Schrein aus Gold trohnt. Alle vier Monate werden der Statue neue Gewaender (auch aus Gold) angelegt die die aktuelle Jahreszeit repraesentieren.


Es ist nicht alles Gold was glaenzt, oder doch?

Nachdem wir einige Zeit durch die Tempelanlage gelaufen waren und von dem vielen Gold ueberaus beeindruckt wurden, enterten wir wieder unseren "geliebten" Bus Nummer 15 und machten uns auf den Weg zum Siam Square, wo wir... ins Kino gingen. Ja, schon wieder *ggg*. Wir lehnten uns bequem in den roten Sesseln zurueck und begannen mit der Kaeltebehandlung (hier altert man im Kino nicht, denn die Temperaturen liegen vermutlich irgendwo unter dem Gefrierpunkt), die auf der Leinwand von "Get smart", einer nicht allzu schlechten Agentenverarsche, begleitet wurde. Weil uns die Zitter- und Friererei so gut gefiehl (und weil die Lui scheinbar richtig auf den guten Will steht) zogen wir uns gleich im Anschluss noch "Hancock" (bruell witziger Superhero-Film) rein, juhee ich galube langsam werden wir Kinosuechtig...
Zum Abschluss des Tages statteten wir noch der beruehmten "Khaosan Road" einen kurzen Besuch ab. Ganz interessant, aber auch nix besonderes muss ich sagen.

Fuer den naechsten Tag war der Besuch des wohl beruehmtesten und beliebtesten Tempels in Thailand angesagt. Dem "Wat Pho". Ein ziemlich aufgeweckter Thai schaffte es uns zu ueberreden ihn als Fuehrer durch den Tempel zu engagieren. Eine gute Entscheidung, der Mann war wirklich witzig, konnte einige Stories zum besten geben und gab uns eine Einfuehrung in Thai-Geschichte und thailaendische Braeuche. Achso, nicht zu vergessen die 500 Bilder die er von uns gemacht hat, des reicht eigentlich fuer die naechsten 3 Leben... und jedes Bild war natuerlich "Perfect!". Wat Pho war wesentlich schoener als der Tempel im Koenigspalast und wir bestaunten nicht nur das ganze Gold (mal wieder) sondern vor allem die unzaehligen Statuen und Gedenstaetten und auf alle Faelle der 45 Meter grosse, liegende Buddha, in dessen Fussohlen die 108 Tugenden eines Buddhisten in Perlmutt eingearbeitet sind.


Der liegende Buddha auf dem Weg ins Nirvana

Der Schwerpunkt des Tempels liegt in der Lehre von Medizin und Massagetechniken. Rings um die einzelnen Tempelgebaeude ziehen sich Abbildungen der wichtigen Massagepunkte. Einmal fuer Menschen und einmal fuer Daemonen, denn eine gute Lehre bezieht beide mit ein. Nachdem wir einige der gluecksbringenden Gegenstaende beruehrt, gedreht oder uns vor ihnen verneigt hatten, sind wir nun mit Reichtum (wir werden beide dreifache Millionaere!), Fruchtbarkeit (viele, viele Kinder und fuer die Lui 'ne Geburt dass es nur so flutscht, iiiiiiihhhhhh) und natuerlich dem obligatorichen laaaaaaaaangen Leben (wir werden mindestens 180 Jahre alt) gesegnet. Bis wir aber den naechsten Buddha (angeblich ein Europaeer!) erleben muessen wir noch einige Reinkarnationen ueber uns ergehen lassen (fuer die naechsten 2500 Jahre oder so). Na dann simmer ja beruhigt.


eins der fuenfhundert Bilder von uns

Um ein bisschen was gegen den Alterungsprozess zu unternehmen, beschlossen wiruns nochmal eine Kaeltebehandlung im Siam Square durchzufuehren. Begleitfilm diesesmal: "Kung Fu Panda"! Was'n Film. Total witziger Animationsfilm, der noch spannender wurde als im spannendsten Moment der Strom ausfiel! Nach einigem Warten lief der Projektor stilecht, wie im Kino, LOOOOL, langsam an waehrend der Ton von einem tiefen Geblubber bis auf Originalgeschwindigkeit beschleunigte und dabe das bekannte Plattenspielernadel-von-der-Platte-rutsch-Geraeusch-in-umgekehrter-Reihenfolge-abspiel-Geraeusch von sich gab. Sagenhaft! Nicht mehr ganz so toll war es als das ganze ein paar Minuten spaeter wieder passierte. Na toll! Der Film war trotzdem klasse und wir beschlossen den Abend mit einem ausfuehrlicheren Bummel ueber die Khaosan...

Gestern war ich beim Frisoer um mir meinen Bart stutzen zu lassen, aber irgendwie...


An mein Haar kommt nur Wasser und eine nette Thaifrisoese

...scheint die gute Frau mit dem Rasierer abgerutscht zu sein!


Oha! Der frischgebackene Moench!

Naja, ich dachte mir, laufen ja genug Moenche hier so rum, faellste garnicht auf und vielleicht merkts ja keiner ;-). Auf alle Faelle hab ichs jetzt wieder schoen kuehl aufm Kopf (auch wenn sichs grad noch wie 80er-Schleifpapier anfuehlt), hab unsere Rezeptionsdame (oder isses 'n Kerl, hier laufen soviele Katoeys (Ladyboys) rum, da weiss man nie...) schockiert, in dem Salon die ganze Belegschaft fasziniert (war witzig wie sich die Thai-Ladies drum gestritten haben mir die Haare vom Kopf zu scheeren) und lauf jetzt mit einem ganz anderen Koerpergefuehl durch die Weltgeschichte. War echt mal Zeit...
Und es scheint wirklich so, in Bankok machen die Leute die verruecktesten Dinge. Wie die Lui zum Beispiel, denn die ist anschliessend nochmal ins Kino!!! Hat sich einen thailaendischen (zum Glueck mit englischen Untertiteln) Liebesfilm angesehen. Warum? Naja, so sind die Frauen halt, aber ich denke Hauptgrund war, dass wir am Tag zuvor die Schauspieler des Films kennengelernt hatten und die Lui sich natuerlich gleich mit den Auttogrammen eindeckte und den Jungschauspielern versprochen hatte den Film am naechsten Tag zu sehen.
Ich wuerde mal sagen, so langsam muess mer dem "Club der anonymen Kinogaenger" beitreten.

Nach dem Kino bestiegen wir den Skytrain (is hier verhaeltnismaessig neu und soll dem Verkehrschaos den Gar aus machen) und fuhren zur Sukhumvit Road, dem beruehmten Rotlichtbezirk Bangkoks. Wir wandelten durch die mit vornehmlich weissen Maennern in den 40ern gefuellten Strassen und beobachteten die unzaehligen Paare aus eben besagten Europaeern und ihren temporaeren Thaifreundinnen in meist eher knapper Ober- und vermutlich nicht vorhandener Unterbekleidung. Wir hatten beide das Buch "Private Dancer" von Stephen Leather gelesen und wollten uns jetzt noch den Hauptort der Handlung "Nana Plaza" anschau'n. In einem Hof, abseits der Hautstrasse finden sich einige Bars und Stripclubs vor denen (und natuerlich in denen) eine unueberschaubare Horde an jungen Thailaenderinnen in aufreizender Pose herumlungerten, jede mit dem erklaerten Ziel sich einen Farang zu schnappen und mit ihm auf's Zimmer zu gehen, schnell zu einem Ende zu kommen um genauso schnell wieder im Nana Plaza zu stehen und sich den naechsten zu angeln.
Wer einen tieferen Einblick in die ganze Sextourism in Thailand Geschichte will, dem sei das Buch waermstens empfohlen. Weil sich die Lui (und ich mich auch) etwas unwohl gefuehlt hat (sie war die einzigste weibliche Nichtthai und wir ernteten schon teils sehr ablehnende Blicke) waren wir dann aber auch ganz schnell wieder draussen, 'ne Kamera rauszuholen und 'n Foto zu machen, oder gar zu filmen haette vermutlich in ner boesen Schlaegerrei geendet.


Die Khaosan Road (little Vegas?)

Nach endloser Warterei an der Bushaltestelle gaben wir's letztlich auf und bestiegen ein Tuk-Tuk das uns (mit Umweg ueber die Khaosan) nach Hause brachte, wo wir ziemlich fertig ins Bett fielen.
Heute machen wir nicht wirklich viel (ausser uns zu Aergern weil wir einen Tag zu frueh abfahren) und schlagen eigentlich nur die Zeit bis zur Abfahrt unseres Nachtzuges (einfach doch die angenehmste Art zu reisen) tot. Chiang Mai wird die letzte Station hier in Thailand sein, bevor wir uns dann weiter nach Laos durchschlagen.
Wenn also der Zug nicht entgleist oder der Himmel uns auf den Kopf faellt, gibt's demnaechst nen Bericht aus Chiang Mai und dem Norden Thailands.

See you there!!!
Oh und bevor ichs vergess': Happy Birthday Tine!!! Wir wissen wir sind a bissi spaet dran, aber dafuer steht's jetzt im Internet und die ganze Welt kennt dich jetzt! ;-)

Donnerstag, 3. Juli 2008

Thailand, Myanmar (Burma) - Ko Tao, Chumpon, Ranong, Bankok

Wow, drei Beitraege in so kurzer Zeit, bin ich gut! *ggg*

Wir wollten euch von einem Abenteuer berichten welches wohl jeder backpackenderweise Thailand Bereisende einmal erlebt. Der Visa-Run!
Unter Visa-Run versteht man nicht, den exzessiven Gebrauch der Geldkarte des stinkreichen Ehemanns um sich in exklusiven Luxusboutiquen mit dem schicksten toten Tier fuer die naechste Societyparty einzudecken, wobei man die Limousine samt Fahrer ausnahmsweise in der Garage laesst und sich beschleunigten Schrittes auf den eigenen Beinen fortbewegt, nein, bei einem Visa-Run handelt es sich um einen hektischen Trip zur Grenze um aus Thailand auszureisen, in ein angrenzendes Land einzureisen, dort anschliessend sofort wieder auszureisen um zu guter Letzt in Thailand wieder einzureisen und somit seinen neuen 30 Tage gueltigen Visastempel in den Reisepass gedrueckt zu bekommen. Klingt das nicht nach Spass?


Wie Schlachtvieh wird man abgestempelt...

Startschuss zu unserem Wettrennen war um 9 Uhr, als wir in Ko Tao auf die Ladeflaeche eines total ueberfuellten Pick-Ups verfrachtet wurden und zum Pier duesten. Mit dem Schnellboot gings dann hinueber ans Festland nach Chumpon, wo schon der Fahrer unseres Kleinbusses auf uns wartete und ohne viel Gefackel Rucksaecke samt menschlichem Anhang in dem Bus verstaut hatte. Burma wir kommen!!! Aso,ich schreib Burma weil ichs einfach besser find, aktuell heisst der von einem Militaerregime geknechtete Staat Myanmar!
Nach mehreren Stunden Fahrt kamen wir dann am Grenzposten mitten in der Pampa an. Direkt an einem Pier gelegen zeugte das Grenzgebaeude davon, in der Hochsaison hunderte von Touris taeglich abzufertigen. Wir waren nur zu sechs. Nachdem die ganzen Formalitaeten erledigt waren, bestiegen wir ein kleines Schnellboot (zum Glueck hatte Lui schon 'ne Tablette gegen Reisekrankheit intus) und heizten in 15 Minuten rueber nach Burma.


Papierkram, Papierkram, Papierkram...

Am Pier einer Hotelanlage angekommen wurden wir in windeseile durch einen Minigrenzposten (der wohl irgendwie zum Hotel gehoert) geschleust und unter anfeuernden Rufen zurueck aufs Boot verfrachtet. Uns blieb gerade genug Zeit 2 schlechte Fotos von Burma zu schiessen...
Mit dem Boot zurueck nach Thailand, Stempel und Visa abgeholt und ab zurueck in den Bus. Wieder in Chumpon angekommen mussten wir vier Stunden am Bahnhof totschlagen bis wir, voellig uebermuedet, auf den Pritschen in unserem Schlafwagenabteil in ein verdientes Schnarchunisono einstimmen konnten. Schoen...


"Wilkommen in Burma, Danke fuer Ihren Besuch, auf Wiedersehen!"

Am naechsten Morgen erreichten wir zu einer angenehmen Zeit ausgeruht den Bahnhof von Bankok. Wir wollten uns von den Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrern nicht abzocken lassen und beschlossen uns auf das Abenteuer Busnetz einzulassen. Die beste Entscheidung des Tages! (Hat uns jetzt 14 statt 500 Baht mim Taxi gekostet!) Nach einer laengeren Busfahrt erreichten wir dann auch problemlos unser Guesthouse in dem wir uns fuer die naechsten Tage einquartierten...

Thailand - Ko Tao

Hier noch n kurzes Video des wir ei unserem ersten Thai-Boxkampf gedreht ham. Bevor ihr's aber abspielt schaltet bitte den Ton aus weil das Gebruelle der ganzen wettenden Thais den Ton uebelst uebersteuert hat (wir sabbeln sowieso nix existenziell wichtiges).

Also zuruecklehnen und geniessen wie sich die Thais die Visage einkloppen!

Mittwoch, 2. Juli 2008

Thailand - Ko Tao, Angthong

Ahoi Matrosen!

Jetzt ist es offiziell: Ich bin kompetent!
Und zwar "Competent Crew". Nach ein paar Tagen an Board der "Freedom Fargo" habe ich jetzt einen Ueberblick ueber die wichtigsten Aspekte der Segelei. Mich kann jetzt also nix mehr abhalten an Board einer Segelyacht anzuheuern und die Weltmeere unsicher zu machen. Ein weiterer Schritt zum Piratendasein!
Wie 's mir so die letzten Tage ergangen ist erzaehl ich euch gleich, Seemannsgarn ausgeschlossen! (naja, ma seh'n)

Weil ich waehrend unserer Reise ja irgendwie Segelgeil geworden bin, dachten ich mir ich schau mich mal nach nem Einsteigerkurs in Segeln um. Das Setting hier in Thailand ist sehr cool (mit den ganzen Inseln) und nach etwas Sucherei bin ich dann auf die Website von 2 Deutschen gestossen die hier auf Ko Tao einen Ocean Hiker Kurs anbieten, bei dem man einen guten Einblick ins Sailing gewinnt. Also Konto gepluendert und angeheuert.


Postkartenbild: "Longtail in einsamer Bucht"

Am ersten Tag wurde ich mit einem der beiden Boote vertraut gemacht und mir wurden die
verschiedenen Segeltermini beigebracht (Links und Rechts jibbet nemme, ab sofort sach ich nurnoch Backbord und Steuerbord bzw. Port und Starboard). Saemtliche Seile, Rollen und Winchen die zum aufziehen der Segel benoetigt werden, sowie natuerlich die verschiedenen Segel selbst versuchte ich mir einzupraegen (was ganz gut ging, is ja ned soo viel) um anschliessend ins Dinghy (Schlauchboot) zu huepfen, den 15PS starken Aussenboarder anzuwerfen und mit dem Funpart zu beginnen (wie pfluege ich am schnellsten durchs Wasser...Yeeeehaaaa!).

An Tag 2 stand die erste Segelpartie auf dem Plan, die sich dank kaputtem Motor gleich als
Besonderheit herausstellen sollte. Es galt naemlich von Anfang an Segel zu setzen und aus der Marina herauszusegeln, was man im Normalfall mit dem Motor macht. Der Wind wollte an dem Tag aber nicht so recht und entschloss sich uns ein bisschen an der Nase herum zu fuehren. Mal kam er von Ost, dann wieder von West, dann mal wieder garnicht usw. usw.
Nach 'ner Weile ergaben wir uns dann und kehrten in die Marina zurueck. Ein witziges Bild, denn wir hatten das Dinghy an der Seite des Boots fest gemacht und kompensierten mit dem kleinen Aussenboarder dann den fehlenden Wind und den kaputten Motor, was fuer ne spannende Aktion! Hammer wieder wat gelernt, so soll dat sein!

Tag 3 brachte den ersten Trip auf der "Freedom Fargo". Es ging raus auf die rauhe See, diesmal mit ordentlich Wind und teilweise ernsthafter Segelaction, Cool! Ich glaube dem britischen Paerchen das sich auf einen entspannten Cruise gefreut hatte wurde spaetestens nach der abenteuerlichen "Kuehlbox-ueber-Bord!-Rettungsaktion", bei hohem Wellengang und unter vollen Segeln, klar dass von Cruisen keine Rede sein konnte. Im 5ten Anlauf schafften wir es dann die rote Kiste aus der aufgewuehlten See zu bergen und das wertvolle *hust* Singha-Bier zu retten...


Der Angthong Nationalpark

Der naechste Morgen bedeutete frueh aufzustehen, denn das Boot (mein schwimmendes Hotel fuer die naechsten 4 Tage) wollte zeitig den Anker lichten um die 30 Seemeilen bis zum Angthong Nationalpark auch gegen den unguenstigen Wind noch am selben Tag zu schaffen.
Also schnell meine 7 Sachen gepackt, in meinen wasserdichten "Seesack" (wohl eher Beutel) gestopft und an Bord gestiegen. Weil wir gegen den Wind unterwegs wahren mussten wir zusaetzlich zu den Segeln noch den Motor bemuehen was uns aber letztlich ans Ziel brachte. Ich war ganz froh noch 'n paar Tabletten gegen Seekrankheit eingepackt zu haben, denn der hohe Wellengang mit dem andauernden Auf und Ab konnte einem schon gefaehrlich werden. Aber unser Kapitaen "Alf" (nicht der von Melmac, wobei beide wohl den selben Appetit haben *ggg*) handelte das Steuer ganz souveraen und nach einer kurzen Ansage ueber den Kurs, hatte er mir auch schon das Steuerrad in die Hand gedrueckt und sich selbst in seine Koje Verdrueckt. Subbi!!!
Als wir an unserem Ankerplatz angekommen waren wurden wir mit dem ersten von vielen genialen Essen versorgt die Fabian, unser Maedchen fuer alles fuer uns anrichtete. Was'n Urlaub!

Ich kuerz die naechsten Tage jetzt ein bisschen ab und lass einfach ein paar Bilder fuer sich sprechen, weil's sonst einfacht zuviel waehr. Wir hatten auf alle Faelle einen mords Spass zusammen, abenteuerliche Dinhyfahrten, spannende Hoehlenentdeckertouren, Schnorchelausfluege (muesste ja eigentlich Schnorchelausschwimme heissen !?!, tztztz), anstrengende Bergbesteigungen auf "gefaehrlichen" Dschungelpfaden und natuerlich einiges an Segelei, nicht zu vergessen das Bombenessen (was'n Reim!), an dem ich mich einmal dermassen ueberfressen hab, dass anschliessend die Fische auch noch was davon hatten (hab ich's ned schoen umschrieben?).


An den Tropfsteinen haben Alf und ich ne kleine Klopf-"Klong"-Music-Jamsession eingelegt


"Durch diese dunkle Hoehle muss er kommen"


Seeraeuberkapitaen "Langzopf" am Steuer, gebt Acht Piraten JOHO!


Was ne Kletterei, aber geil!

Nach vier Tagen ging's dann, mit einiger Segelerfahrung mehr in meinen grauen Zellen festgebrannt, zurueck nach Ko Tao. Mit vollen Segeln, direkt vor dem Wind her heizten wir mit
einem Affenzahn von 7 Knoten (7 Seemeilen pro Stunde) zurueck zur Schildkroeteninsel wo mich die frischgebackene Wassernixe (Meerjungfrau waehr wohl a bissi uebertrieben und Nixen sind doch eh viieeeel eroddischer ;-) ) schon vermisst hat *ggg*. Weil wir das supertolle (Danke Deutschland, ihr Luschen!) EM-Endspiel noch sehen wollten blieben wir noch 2 Tage auf der Insel bevor wir uns ins naechste Abenteuer unseren "Visa-Run" nach Burma stuerzen sollten.

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