Mittwoch, 25. Juni 2008

Thailand - Underwaterworld oder the Deep Blue

Liebe Tauchfreunde,
nachdem Tazi mich an einem regnerischen Morgen total allein in aller Fruehe im OK View zurueckgelassen hat, bin ich halt auch aufgestanden und der neuen Herausforderung ins Auge zu sehen:
Mein erster Tag in der Tauchschule "Big Blue".
Aber bevor ich da landete, hiess es erst einmal mit dem Roller im stroehmenden Regen umziehen...runter in das Big Blue Resort. Mit zwei Backpacks( ja, genau, dem Tazi seinem naemlich auch) und zwei kleinen Rucksaecken und zwei Tueten... ( Davon hat nur die Haelfte mir gehoert, von wegen Maenner reisen leicht!) Da hab ich den ganzen Morgen schon Bauchgrummeln gehabt und alle haben mir tolle Tipps gegeben...von wegen zwischen die Beine klemmen um das Gleichgewicht zu halten, etc...Wenn ihr wuesstet WIE STEIL das den Berg runter, ueber die Schlagloch-Schotterpiste bis hin zur engen FuZo ging... Nunja, gluecklicherweise wurde ich Angsthase von dieser Aufgabe befreit, in dem ein netter Thai mit seinem Roller mit Beiwagen alles auf einmal runtertransportiert hat :) Puhhh, ein Problem weniger.

Und das Abenteuer begann...
U N D E R W A T E R W O R L D oder die Kunst, sich wie ein Fisch im Wasser zu fuehlen.
( sagen wir lieber, Meerjungfrau anstatt Fisch!)
(oeh, naja, die bewegen sich nicht so plump, also praezesieren wirs lieber auf Wa(h)l-Fisch)
Aber zuerst hiess es, sich mit der Theorie auseinander zu setzen.
So bin ich in der Gruppe mit einem Hollaender und einem Paerchen aus Daenemark gelandet. Da ich mein Englisch verbessern wollte, hab ich kurzfristig beschlossen, den Kurs statt auf deutsch komplett in Englisch zu machen.
'S Fischle will schliesslich was lernen! *blubb*
Gesagt, getan!
Ist auch gar net so schwer...was verdammt nochmal war buoyancy...?Ahhh...den Wortschatz hab ich definitiv aufgestockt! :)
Nach dem ersten Beschnuppern in den Theoriestunden gings am naechsten Tag los, im flachen Wasser (jaja, im Meer, nix mit Suesswasserpool!) im komplettem Geroedel. BCD Weste, Flasche, Stages, Flossen, Maske und natuerlich das wichtigste: einem Buddy.
Fuer diejenigen, die sich jetzt fragen, was ein Buddy ist: es ist quasi dein bester Kumpel im und unter Wasser, denn ohne den kannst du net tauchen. Mein buddy sollte eigentlich der Hollaender sein, aber leider hat der ein wenig gekraenkelt so dass mein Tauchlehrer mein Buddy war- au net schlecht :)
Die ersten Uebungen waren sehr verhasst...im Salzwasser die Maske fuellen und auspusten, komplett abnehmen, blindlings umhertauchen um sie wieder aufzusetzten und nochmals auszublasen(alles unter Wasser, versteht sich)...Uh...Salzwasser und Kontaktlinsen vertraegt sich das? Notfallaufstieg, Sauerstoff teilen, Verstaendigung unter Wasser etc...
Und noch mehr Uebungen liesen die 2 Stunden ratz fatz vergehen...

Am naechsten Tag stellte sich raus das mein eigentlicher Buddy das gefuerchtete Denguefieber bekommen hatte und fiel somit komplett raus.
Genauso unsere Daenin, sie bekam kleinere Panikattacken unter Wasser (zu wenig Sauerstoff?) und hatte Probleme die Maske abzunehmen oder auszupusten, so dass sie den Kurs auch abbrach...
Puh, nach 50 % Verlust widmeten Lasse (der uebriggebliebene Daene) und ich (jetzt als Buddys) uns fleissig der Theorie sowie der Praxis. Nur die Harten komm'n in' Garten!(zum Beispiel in den von den Japanern *hihi*)
Aber wichtig, vor jedem Tauchgang muss erst mal die Ausruestung gecheckt werden!Das macht dein Buddy...
Am Besten zu merken mit dem Merkspruch : "Bruce Willis ruins all films!", da ich allerdings mit dem Spruch net einverstanden war, (Bruce ist klasse!) einigten wir uns auf "Bankok women r all fellows" : B- BCD (Weste die man umhat) , W- Weights (Gewichtsguertel, sonst sinkt man net...ihr wisst ja, Fett schwimmt oben ;) ), R- Releases (Gurte, sitzen alle?), A- Air, F- Final Ok?!
Und ab ins Kuehle nass (schoen waers, das Wasser hat hier Dauertemperatur von 29 Grad!)
Unser erster Tauchgang in der "Mango Bay" beschaeftigte uns hauptsaechlich damit, eben im Wasser zu liegen und den Kurs zu halten.
Filip, unser Diveinstructor, schwebte vor uns in aller Seelenruhe und immer schoen eben dahin, wahrend Lasse und ich unsre Liebe Not mit dem Gewichtausgleich hatten, so dass unsere Strecke eher an einen Ritt auf dem Kettenkarussel glich, denn einem sanften vor sich hin schweben.
Im Zweiten Tauchgang im "Chinese Garden" klappte das ganze schon viel besser und wir konnten sogar ein wenig die Unterwasserwelt (endlich!!!)geniessen.
So sahen wir Triggerfische, einen blaugepunkteten Rochen, eine Flachschnecke (die sind suess!), Clownfische und viele viele mehr.
So taetigten wir am letzten Tag Tauchgang 3 und 4 ( "Chumpon" und "Twin") wo wir das ganze vollends geniessen konnten. Wie eine Meerjungfrau schwebte ich durchs Wasser (ja, wir koennen den Walfisch wieder durch Meerjungfrau erzetzen, es war so leicht und unbeschwert und herrlich...)(uebrigens, ab jetzt duerft ihr mich auch Arielle nennen :P ... )und genoss mich in alle Himmelrichtungen zu drehen, an Felsen ranzutauchen,(Achtung, Moraene!) und Christmas Tree Wuermer zu aergern (Tannenbaumwuermchen, die in sich reinschluepfen wenn man nah an ihnen vorbeiwedelt)...Zum Abschluss haben wir noch das theoretische Examen geschrieben, dass Lasse und ich mit je nur einem Fehler bestanden haben und duerfen und ab jetzt "Open Water Diver" schimpfen...Der erste Schritt in der Tauchkarriere...

Fazit:
Es waren ein paar sehr schoene Tage, und ich habe ein neues Hobby entdeckt, dass Tore zu komplett neuen Welten oeffnet :)
YIPPPIE -YA -YEAH!

PS: Fotos gibts von mir keine, weil der Foto mit auf den Segeltrip gefahren ist...

Montag, 23. Juni 2008

Thailand - Ko Samui, Ko Pha Ngan, Ko Tao

Sawadie khrap!

Ich lieg' hier g'rad in unserer loechrigen Bambushuette ganz entspannt auf der Matraze waehrend Lui fur euch den Text tippt, den ich lethargisch vor mich hinquatsche. (ja genau!) Meine Zehen sind vom Korallenriff total zerschrotet (was muss der Depp au' Hoehlentauchen gehen!) ,ich hatte gerade meine hoechst eigene Peepshow (ich sag ja loechrige Bambushuette) und ich bin nach meinem ersten Segelversuch total fertig.
Aber erst mal zum Anfang der ganzen Inselhuepferei.

Nach der stressigen Fahrt von Phuket nach Sura Thani konnten wir begeistert feststellen, dass keine Faehre mehr nach Ko Phan Ngan, unserem naechsten Reiseziel, fuhr. Juche, haben wir uns also ein Ticket nach Ko Samui geschnappt und beschlossen, fuer eine Nacht Station auf der wohl meist besuchten Insel Thailands zu machen. Nach kurzer Fahrt kamen wir dann, es war schon ziemlich dunkel, am Hafen im Nathon auf Ko Samui an.
Auf der Suche nach einem ruhigen Plaetzchen fuer die Nacht schlichen wir durch dunkle Seitenstrassen, bis schliesslich die hell erleuchtete Lobby des Nathon Residence Hotels verheissungsvoll auf uns're mueden Gesichter schien. Das nette Hotelzimmer sorgte dank getrennter Betten - zumindest bei mir- fuer einen bombenmaessigen Schlaf, der sich aber erst einfand, nachdem ich die erste Castingshow meines Lebens mit echten Musikern,die fuer eine Rockfomration gesucht wurden,gesehen hatte. Glaubt mir, die Thais koennen Schlagzeug spielen...


Die erste Longtail-Fahrt unseres Lebens! (es sollten noch viele kommen)

Nach einem ausgiebigen Fruehstueck bestiegen wir am naechsten Morgen die Faehre nach Ko Phan Ngan. Bei unserem Reiseglueck ist es nicht verwunderlich, das wir uns natuerlich die vier Tage ausgesucht hatten, in denen auf Ko Phan Ngan am beruehmt beruechtigten Hat Rin Beach die noch beruehmt beruchtigtere FullMoon Party stattfand. Resultat: Eine mit sonnenverbrannten, super angetrunkenen, vermutlich schon ordentlich unter heftigem Einfluss illegaler Substanzen stehenden, sich zu imaginaerer Techno Musik extatischen Verrenkungen bewegenden dumpfbackigen Suffkopf-Party-Backpackern dem Untergang geweihten ueberfuellten Faehre. Willkommen im Paradies!

Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf der Ladeflaeche eines Pick-Up und an Board eines ohrenbetaeubend lauten Longtail-Bootes kamen wir in Hat Yuan, unserem abgelegenen und trotzdem nur 5 Minuten mit dem Boot vom Full-Moon-Party-Beach entfernten Bambushuetten-Domizil an. Hier verbrachten wir ein paar angenehme Strand-Lese-Sonne- Sand-und-Meer-Tage und genossen neben der Ruhe das geniale und echt guenstige Essen in der "Bamboo Hut". Einziger Wehrmutstropfen, die vielen Moskitos, die auch am Tag stechen und uns zwangen manchmal Insektenspray wie Deo zu benutzen.
Am Tag der Vollmondparty sprangen wir wieder an Board eines Longtail-Bootes (im Prinzip eine lange Nussschale mit einen PKW-Motor, der auf einer langen Eisenstange sitzt und einen am Ende angebrachten Propeller unter dem groessten Laerm den man sich vorstellen kann zum rotieren bringt) und stuertzen uns zwischen Buckets und Neonfarben ins Full-Moon-Party-Vorbereitungs-Getuemmel. Bevor der richtige Ansturm auf den Strand losging schlenderten wir in aller Ruhe am Party-Strand entlang und bestaunten die Essens- und vor allem Alkoholstaende, die sich zwischen Feuerjongleuren, Lasereffekten, massigen Lautsprecheranlagen und Neonfarben-auf-die-Haut-mal-Kuenstlern tummelten. Danach gings wieder mit dem Boot zurueck zu unserem ruhigen Strandeckchen um dem ganzen Drogen-Party-Gesocks aus dem Weg zu gehen. Wie langweilig!


Da gewinnt der Begriff "Eimersaufen" ganz neue Bedeutung, Kopfweh ole!

Die Vollmondparty sollte uns auch 2 Tage spaeter noch auf unserer Weiterfahrt zur "Schildkroeteninsel" Ko Tao verfolgen. Auch hier mussten wir uns dem Stress einer ueberfuellten Faehre (diesmal eher mit verkaterten Leutchen) und dem resultierenden Chaos bei der Suche nach dem eigenen Rucksack aussetzen. Zum Glueck hatte uns Sash, bei dem ich in den folgenden Tagen einen Segelkurs machen wollte, eine Unterkunft etwas abgelegen am Berg besorgt und wir konnten einfach an den Schlepperhorden am Pier vorbeigehen.
Unser netter Taxifahrer hielt es nicht fuer noetig uns den Berg hoch zu bringen und so mussten wir zuerst den steilen Stich zum "OK View" (die Aussicht ist weeeesentlich besser als nur OK *ggg*) und anschliessend die genauso steilen Treppen zu unserer Huette bewaeltigen. Jeder natuerlich mit vollem Geroedel und das bei ueber 30 Grad.


Lui in der Hammock-Chill-Position

Am naechsten Tag traf ich dann Sash, der zusammen mit einem weiteren Deutschen, Alf, hier auf Ko Tao einige Segeltouren und Kurse anbietet. Auf dem Sozi seines Motorrollers (Hauptfortbewegungsmittel hier auf den Inseln) gings dann nach Sairee Beach, wo die beiden ihren Laden ham. Ich pluenderte schnell den naechsten ATM (jetzt wird dann langsam mein Konto ziemlich leer...) nahm mein Kursbuch in Empfang, und los gings...

Der Segelkurs soll mich zu einem "Competent Crew"-Mitglied machen und mir die Moeglichkeit geben auf Yachten anzuheuern und die sieben Weltmeere unsicher zu machen. Also nix wie rauf auf den Roller und ab ueber die Insel, um zu einem der beiden Segelboote zu kommen das, abgelegen in einer stillen Bucht, darauf wartete von mir versenkt zu werden. An Board angekommen machte ich mich mit den wichtigsten Seilen und Segeln vertraut und kletterte anschliessend an Board eines Dingys (Schlauchboot mit Aussenboarder) um zu lernen wie man fachmaennisch an Bojen heranfaehrt und die Kiste so richtig uebers Wasser fetzen laesst, goil! (aber garned soo einfach)

Die Lui war mittlerweile unterwegs und hat sich nen Roller gemietet (3 Euro am Tag) weil se zu faul war die 15 Minuten in die Stadt zu laufen, mal abgesehen von dem steilen Berg. Waehrend ich also taeglich auf ner Segelyacht, mal mehr und mal weniger stuermisch, durch die Gewaesser um Ko Tao pfluege, verbringt meine liebe Reisebegleitung ihre Tage damit ueber die Insel zu fahren, zu shoppen und sich ausgiebig Massieren zu lassen (5 Euro die Stunde). Das mit den Massagen ist ziemlich genial, weil ich meistens dann abends eine Umsonstbehandlung von ihr bekomm, damit sie irgendwelche neuen Moves austesten kann. Entspannend...

Morgen trete ich (um 8 Uhr, wuerg!) einen 4taegigen Segeltoern an, waehrend die Lui sich in einen der sexy Wetsuits zwaengen wird und mit Gasflasche und Taucherbrille bewaffnet dem ersten Tag ihres PADI Tauchkurses antritt. Was wir beiden da so erleben, das erzaehlen wir euch das naechste mal.

Insofern: Blubb, blubb, blubb...

Samstag, 14. Juni 2008

Thailand - Trang, Krabi, Phuket

Hi everyone!

Sitz grad auf der Tuerschwelle unseres Hostelzimmers (besserer WLAN-Empfang) und such im Halbdunkeln die richtigen Tasten um euch den ersten Bericht aus Thailand zu schreiben.


Tuk-Tuk (vermutlich das erste Wort eines jeden Thai-Babys *g*)

Nachdem wir mit der Faehre nach Satun uebergesetzt waren, brachte uns ein Bus nach Trang, wo wir in einem kleinen Guesthouse mit angegliedertem Massagesalon unsere erste Erfahrung mit der beruehmten Thai-Matratze machen konnten. Nehmt einmal die Hand von eurer Maus und legt sie auf den Tisch. Jetzt drueckt ihr und schon habt ihr das sensationelle Gefuehl das euer Ruecken auf der Matraze erfahren kann. Juhuu! Ich hab die ganze Nacht kein Auge zu getan, was vielleicht auch mit an den Magenproblemen liegen kann die ich mir hier eingefangen hatte.

Nach einer unruhigen Nacht machten wir uns auf den Weg nach Krabi. Krabi liegt auf halber Strecke zischen Phuket im Norden und der Grenze zu Malaysia im Sueden. Was die Stadt ausmacht sind die teils gut bevoelkerten "Traum" Straende und die eindrucksvollen Felswaende die zu den besten kletter-Spots der Welt zaehlen.


...endlich Schlaf...

Wir bezogen Quartier im "Chan Cha Lay Guesthouse" etwas ausserhalb des Stadtzentrums, wo uns die angepriesenen weichen Betten freundlich begruessten und ich den verlorenen Schlaf ohne weiteres aufholen konnte Mein Magen machte mir aber weiterhin Probleme, weswegen einiges an Klopapier und Durchfalltabletten zum regen Einsatz kamen.
Apropos regen. Regen hatten wir auch massig hier. Muss wohl an der Regenzeit liegen, die uns an der Westkueste momentan trifft. Die meiste Zeit des Tages war es bewoelkt und wenn es regnete, dann schuettete es wie aus Eimern. Deswegenn (und wegen dem permanenten Drang zum stillen Oertchen) hingen wir die meiste Zeit auf unserem bequemen Bett rum und schauten eine der DVDs die ich in KL gekauft hab.
Ein kleiner Ausflug zum Strand besschehrte dr Lui eine ausgedehte Massage- und mir eine angenehm entspannte Lesesession unter Palmen.


Strandidylle bei Regenwetter

Nach ein paar sehr ruhigen Tagen ging's weiter nach Phuket. Die Stadt war ziemlich stressig und wir waren froh in unserem Hostel eine angenehm ruhige Atmosphaere vorzufinden.
Achso nicht zu vergessen das kostenlose WLAN und die riieeesen DVD-Sammlung!
Heute sind wir auf einer chinesischen Dschunke (dat is dat bekannte Holzbootmit den grossen roten Drachensegeln) durch die Gewaesser rund um Phuket und Phang Nga Bay geschippert und haben uns ein super Thai-Buffet schmecken lassen. Wer die Szenerie nachempfinden will, legt einfach eine DVD mit "James Bond - der Mann mt dem goldenen Colt" ein und schwupps koennt ihr sehen wo wir waren. Die unzaehligen kleinen Limestone-Felsen waren Schauplatz des Films und machten eine der inselchen so beruehmt dass taeglich 3000 Touris (wir nicht!) dorthin geschafft werden. Sogar der Name der Insel wurde in "James Bond Island" geandert, tztztz...



unser Trip auf der "June Bahtra"

Morgen geht unsere Reise weiter zu der beruehmten Insel Ko Samui, mal seh'n ob wir da endlich mal 'n bissl braun werden.

CU soon!

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